Headerimage

Windenergie

Der Bayerische Landtag hat den Bayerischen Staatsforsten das Nutzungsrecht an mehr als 800.000 ha Fläche mit dem Auftrag übergeben, diese Flächen vorbildlich, nachhaltig und in besonderer Weise dem Gemeinwohl verpflichtet zu bewirtschaften. Zu diesem Bewirtschaftungsauftrag gehört auch die Nutzung regenerativer Energien.

Die Windenergie ist dabei ein neuer integraler Bestandteil des vor 300 Jahren in der Forstwirtschaft geprägten Prinzips der Nachhaltigkeit:

Mit einer vergleichsweise geringen Flächeninanspruchnahme erzeugen Windenergieanlagen über den Baumwipfeln umweltfreundlich regenerativen Strom ohne negative Auswirkungen auf den umliegenden Baumbestand. Durch den Ersatz fossiler Energieträger kann die Windenergie darüber hinaus zu einer Verminderung klimaschädlicher Treibhausgase beitragen. Nach Beendigung des Betriebs können Windenergieanlagen rückstandslos zurückgebaut, die Baumaterialien aus dem Wald entfernt und die ehemaligen Betriebsflächen wieder zu einem neuen Wald entwickelt werden.

Die Bayerischen Staatsforsten stehen der Windenergie daher positiv gegenüber und stellen für die Planung und den Bau von Windenergieanlagen geeignete Flächen zur Verfügung. Unserer Partner sind Windenergieunternehmen, regionale und kommunale Versorgungsunternehmen sowie Kommunen.

Mit den örtlichen Kenntnissen und der Erfahrung aus über 100 Windenergieanlagen, die bereits auf Staatsforstgrund betrieben werden, unterstützen wir unsere Partner bei der Standortplanung, den Voruntersuchungen sowie bei der Errichtung von Windenergieanlagen. Auf diese Weise können gemeinsam wald- und flächenschonende Lösungen entwickelt werden. So kann beispielsweise die gute Erschließung des Staatswaldes mit Forststraßen in die Infrastruktur für Zuwegung und Leitungsführung für Windenergieanlagen integriert und eine zusätzliche Flächeninanspruchnahme hierfür vermieden werden.

Mit dem Bau von Windenergieanlagen gehen Eingriffe in Natur und Landschaft einher, die vom Vorhabenträger zu kompensieren sind. Mit der langjährigen Expertise im Bereich natur-, arten- und waldrechtlicher Kompensationsmaßnahmen auf Staatsforstflächen sowie als Betreiber eines gewerblichen Ökokontos stehen wir als Partner bei der Planung und Umsetzung erforderlicher Kompensationsmaßnahmen zur Verfügung.

Voraussetzung für die Entwicklung eines Windenergieprojekts im Staatswald ist zu allererst die Zustimmung der Standortkommune. Liegt diese Zustimmung vor, werden die potenziell für Windenergieanlagen geeignete Staatsforstflächen in erster Linie in Bieterverfahren zur Verfügung gestellt. Maßgebliche Kriterien bei der Auswahl der Bieter sind die fachliche Kompetenz und Erfahrung des Anbieters, die Wirtschaftlichkeit des Angebotes sowie Kriterien der kommunalen Wertschöpfung und der Beteiligungsmöglichkeit der Bürgerinnen und Bürger vor Ort.  

Unser Ansprechpartner für Auskünfte zum Bieterverfahren, zu potenziellen Flächen für Windenergieprojekte  sowie zur  operativen Umsetzung von Windenergieprojekten im Bayerischen Staatswald:

 

Ansprechpartner: Johannes Fangauer

BAYERISCHE STAATSFORSTEN, AöR
Zentrale
Tillystraße 2
93053 Regensburg
Telefon: +49 941 6909 302
Telefax: +49 941 6909 59302
E-Mail: johannes.fangauer@baysf.de