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Naturwaldreservat Jungholz

Foto: Armin Hofmann

Artenreicher Laubmischwald an der Steilstufe zum Donauried  

Östlich der Biber-Mündung in die Donau ragen nach Nordosten zunehmend steile Hangflächen aus der Donau-Ebene. Das Naturwaldreservat umfasst diesen Bereich und die Flächen zwischen Hangfuß und der Bahnlinie Augsburg-Ulm. Die Steilheit der Hänge kann aus dem ehemaligen Verlauf der Donau erklärt werden, da diese Flächen zum Prallhang der alten Donau oder eines ihrer Seitenarme gehörten. Den Teil des früheren Flusslaufes befindet sich noch als abgetrennter Seitenarm im Nordosten des Reservates. Die heutige Donau ist begradigt und in Betonbecken aufgestaut (Staustufe Leipheim im Nordwesten).  

Vom Reservat werden außerdem noch schmale Teile der Hochebene eingenommen, auf denen Stieleiche und Hainbuche vorherrschen. Als weitere Baumarten sind Bergulme, Esche, Kirsche, Linde und Hängebirke in Einzelmischung vertreten. Auf den hangabwärts anschließenden Beständen dominiert die Esche, der Bergahorn, Stieleiche, Hainbuche, Sommerlinde, Kirsche und Schwarzerle einzeln beigemischt sind.  

Auffällig ist die hohe Beteiligung von Hasel, die zusätzlich zu der bereits vorhandenen Mehrschichtigkeit der Bestände eine Strauchschicht bilden. Die Zone zwischen Eisenbahnlinie und Hangfuß wurde früher wahrscheinlich zur Kiesgewinnung und Mahd genutzt und besteht jetzt aus grasreichen Freiflächen und einer Gehölzvegetation aus Grauerle, Birke, Hartriegel und Pfaffenhütchen. Lediglich an der Grenze zur Bahn in der Reservatmitte existieren lichte Baumbestände aus Esche und Eiche mit reichlich Strauchunterwuchs.  

Das Reservat wurde 1978 ausgewiesen und ist 20,5 ha groß.