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Wanderung zu den Königer Eichen

Die Königer Eichen sind über vierhundert Jahre alte Huteeichen auf einer Fläche von ca. 1,1 Hektar. Sie sind ein Relikt aus dem Mittelalter, wo große Teile des Spessarts  noch als Waldweide genutzt wurden. Die Menschen im Spessart trieben ihr Vieh, meist Schweine, Rinder und Ziegen, in die damals parkähnliche Landschaft, wo es sich von den Eicheln und Jungpflanzen dieser tiefbeasteten Eichen ernährte. Sie sind daher Zeitzeugen aus vergangen Jahrhunderten und lassen den Menschen in sich kehren vor ihrer imposanten Erscheinung.  Aus jener Zeit stammt auch der Name Huteeichen, da die Menschen ihre Haustiere in diesen lichten Wäldern „hüteten“.
Heutzutage steht dieser Waldbestand unter strengem Schutz. Es darf keine dieser alten Eichen gefällt oder nach dem Absterben genutzt werden. Hier bleibt die Natur unberührt. Lediglich schwächere, konkurrenzstärkere Buchen, die mittlerweile in die Kronen der Eichen wachsen und diese zum Absterben bringen können, werden gefällt, um den Huteeichen noch ein langes Leben zu ermöglichen.
Dieser kleine Hutewald erhielt seinen Namen von einem ehemaligen Forstmeister aus Wiesen, Anton Königer. Vor ca. 100 Jahren brachte ihn wohl die Auerhahnjagd so in Aufregung, dass er an diesem schönen Orte an Herzversagen starb. Ein Steinernes Kreuz erinnert  hier die Besucher an diesen namensgebenden Forstmann.
Besuchen Sie den schönen Ort Wiesen, mit einer Wanderung über den Wanderweg W2 in den Bayerischen Staatswald mit Waldlehrpfad und den alten Huteeichen. Zurück in Wiesen besteht noch die Möglichkeit, in einer der Gaststätten einzukehren und sich zu stärken.

Anfahrt

Mit dem Auto: Fahren Sie mit dem Auto bis in die Ortsmitte von Wiesen, anschließend Richtung Norden und biegen Sie nach ca. hundert Metern rechts ab Richtung „Alte Dreschhalle“. Hier ist der Start für den Wanderweg W2.