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Aussichtsturm Schwedenschanze

Auf dem Kamm der Haßberge auf etwa 500 m über NN, oberhalb von Eichelsdorf, liegt eine sogenannte Schwedenschanze. Sie ist ursprünglich wohl aus der Keltenzeit, welche verschiedene Kulturen (Hallstatt, Latène) umfasst (etwa 800 v. Chr. bis Christi Geburt). Damals dienten Schanzen als Sitz des Druiden und waren rituelle Orte. In der Zeit des Dreißigjährigen Krieges wurden viele Keltenschanzen zu wehrhaften Wallanlagen erweitert bzw. umfunktioniert, sodass sie der Bevölkerung Zuflucht vor den Truppen des Schwedenkönigs boten. Vom Aussichtsturm genießt man einen Panoramablick auf die Bayerische und die Thüringische Rhön, die Fränkische Alb, den Steigerwald und das Schweinfurter Land.

Der Turm und die dortige Dr. Kramer-Hütte sind von März bis Oktober an den Wochenenden sowie an Feiertagen von 10:00 - 18:00 Uhr geöffnet bzw. bewirtschaftet.

Anfahrt

Von Eichelsdorf führt eine windungsreiche Straße hinauf zum Parkplatz unmittelbar vor der Bergkuppe. Der von dort ausgehende kurze Anstieg durchschneidet eine alte vorgeschichtliche Ringwallanlage, die einen Platz von 260 m Länge und bis 120 m Breite umschließt. Im Zugangsbereich sind deutlich höhenmäßig gestaffelte Verteidigungswälle zu erkennen. Der Hauptwall - ursprünglich innen bis zwei m, außen bis fünf m hoch - wird partiell von einem Graben begleitet. Der Zugang zur Schwedenschanze erfolgte über zwei gesicherte Toranlagen.

Die Schwedenschanze liegt am Rennweg. Dieser war bereits in frühgeschichtlicher Zeit in ein großräumiges Wegenetz eingebunden. Ein weiterer wichtiger Weg führte in südöstlicher Richtung über diese Höhe. Das daraus sich ergebende Wegekreuz zu schützen, war vermutlich eine der Aufgaben der Schwedenschanze.