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Wildkatzen-Paar vor der Kamera

Frühlingsgefühle trotz hoher Schneelage: Bei den Wildkatzen im Frankenwald rührt sich was.

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Frühlingsgefühle trotz hoher Schneelage

Rothenkirchen, 26. Februar 2015 - Auch wenn in den höheren Lagen des Frankenwaldes noch tiefer Winter herrscht: Bei den Wildkatzen dreht sich bereits alles um die Familienplanung. Erste nächtliche Fotonachweise zeigen, dass die Ranzzeit in vollem Gange ist.

Bereits im Vorjahr waren dem Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten mehrere Wildkatzen in die „Fotofalle“ gegangen. Mit Baldrian getränkte Lockstäbe erfüllten dabei einen doppelten Zweck: Zum einen konnten anhaftende Haare für genetische Nachweise gesammelt werden, zum anderen verführten sie die Wildkatzen zum unfreiwilligen Posieren vor speziell angebrachten Wildkameras. Jetzt gelang dabei ein äußerst seltener Schnappschuss: Ein Wildkatzenpaar bei ihrem gemeinsamen Liebesausflug. „Bereits im vergangenen Frühjahr konnten wir hier, unweit der Ködeltalsperre, fünf verschiedene Wildkatzen erstmals genetisch nachweisen“, sagt Forstbetriebsleiter Peter Hagemann. Die Waldbestände mit hohen Laubholzanteilen und viel Alt- und Totholz seien anscheinend ein attraktives Biotop. „Die scheue Wildkatze ist für uns ein wichtiger Indikator für Naturnähe im Wald. Ihre erfolgreiche Rückkehr bestärkt uns, dass wir mit dem Waldumbau auf dem richtigen Weg sind“.

Die Fotos des verliebten Katzenpaares lassen auf weiteren Zuwachs des Wildkatzenvorkommens im Staatswald hoffen. Hagemann: „Wenn alles gut geht, werden nach neunwöchiger Tragzeit Ende April drei oder vier Junge zur Welt kommen. Wir Förster hoffen, dass sie sich dann weitere, eigene Reviere erobern. Geeigneten Wildkatzenlebensraum bietet der Frankenwald wieder genug.“