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Wegeinstandsetzung im Forstbetrieb Rothenbuch beginnt

Einer von mehreren Wegepflege-Unternehmern am Forstbetrieb Rothenbuch: Erwin Beeger aus Bischbrunn pflegt seit Jahrzehnten die Wege mit seinem Unimog

Rothenbuch, 27. April 2016 - Die Holzernte ist im Forstbetrieb Rothenbuch der Bayerischen Staatsforsten weitgehend abgeschlossen. Die Holzabfuhr läuft auf Hochtouren. Das nimmt die Waldwege stark in Anspruch. „Die Holzabfuhr ist eine enorme Belastung für unsere Waldwege. Aber wie versprochen richten wir die Wege jetzt wieder her“, versichert Forstbetriebsleiter Jann Oetting.

Über 600 km Forstwege gibt es im Forstbetrieb Rothenbuch. „Die Pflege macht viel Arbeit, die sich aber lohnt: Denn unsere Wege werden nicht nur von uns benutzt, sondern auch gerne von der Bevölkerung und den vielen Touristen, die jahraus, jahrein in unseren wunderschönen Wäldern die Natur und unseren Mischwald genießen!“, freut sich Oetting. Die Wegepflege lassen sich die Bayerischen Staatsforsten alleine im Forstbetrieb Rothenbuch rund 400.000 € pro Jahr kosten. Darin enthalten sind neben den Waldarbeiterstunden auch Aufwand für Schotter und Wegepflegemaschinen. „Die Wegepflege führen wir in guter Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmern durch. Für die Pflege ist viel Gefühl notwendig, um die Wegeprofilierung hinzukriegen. Das kann nicht jeder!“ erklärt der Forstchef. Das Wegeprofil ist so wichtig, weil das Regenwasser dann schnell vom Weg wegsickert oder abläuft. Würde es auf dem Weg stehenbleiben, würde der Weg aufweichen und es käme schnell zu Schlaglöchern oder Spurrillen.

Da wo es bereits größere Spurrillen gibt oder der Weg ganz kaputt ist, muss gröberer Schotter aufgebracht werden, der die Tragschicht ergänzt oder neu bildet. Meist braucht es nur wenige Überfahrten mit dem LKW, bis der Schotter wieder feiner und fest im Weg verkeilt ist. Wenn das nicht reicht, bringen die Förster eine sogenannte Deckschicht mit feinerem Schotter auf. „Forstwege sind komplizierter als man meint: Sie bestehen aus mehreren Schichten, haben ein ganz spezielles Profil und wollen kontinuierlich gepflegt werden.“ fasst Oetting zusammen.

Bis in den Juni hinein wird es dauern, bis die Arbeiten abgeschlossen sind. Solange hoffen Oetting und die Rothenbücher Förster auf Verständnis aus der Bevölkerung für den Wegezustand.