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Wanderführerschulung am FB Rothenbuch

Anfang März wurden 20 Wanderführeranwärter über Wald, Waldnaturschutz und Forstwirtschaft in den Bayerischen Staatsforsten geschult. Der Spessartbund, als Dachorganisation der Wandervereine im Spessart, bildet jedes Jahr für alle Wandervereine Bayerns Wanderführer aus. Sie bekommen über mehrere Wochenenden hinweg von Fachreferenden kulturhistorisches und kulturlandschaftliches Wissen vermittelt.

Der Forstbetrieb Rothenbuch steuerte, wie schon in der Jahren zuvor, einen Tagesbeitrag bei. Angefangen von der Entwicklung und Ausbreitung des Waldes in Deutschland nach den Eiszeiten, der Baumphysiologie und Artenkenntnis, über den kulturhistorischen Einfluss des Menschen auf unseren Wald, hin zum modernen Waldbau und Waldnaturschutz waren die Themenfelder, in denen Florian Vogel, Betriebsleiter des Forstbetriebes Rothenbuch, die Teilnehmer schulte. Der dreistündige Vortrag war durch viele anschauliche Beispiele aus der forstlichen Praxis und durch die rege Diskussion der zukünftigen Wanderführer kurzweilig und zugleich leerreich. „ Mein Gott, das ist aber ganz schön komplex“ kommentierte eine Teilnehmerin die dargestellten Zusammenhänge von Baumwachstum, Standort und waldbaulichem Vorgehen.

„Man sollte nicht den Anspruch haben, Ihnen die Inhalte eines fünfjährigen Forststudiums an einem Tag vermitteln zu wollen. Vielmehr ist es entscheidend, dass Sie, als Wander- und Naturführer, Ihren Gästen die groben Zusammenhänge zwischen Wald, Natur und Mensch erläutern können, aber auch wissen, warum es sinnvoll ist, Bäume und Holz zu nutzen und warum im Wald häufig bunt angemalte Bäume zu sehen sind und was diese Farben bedeuten“, so Vogel.

Bei der anschließenden nachmittäglichen Exkursion in den Hochspessart wurde dann vor allem das Zusammenspiel zwischen Forstwirtschaft, also dem Nutzen und Schützen des Waldes, an Waldbeständen im ehemaligen Heisterblock am Geierberg anschaulich dargestellt. Die Teilnehmer waren beeindruckt von den mächtigen Eichen und Buchen in den stillgelegten Klasse-1-Wäldern, aber auch von dem kleinräumigen Zusammenspiel mit den genutzten, zum Teil mit dem Harvester behandelten, Beständen.

Gegen 17 Uhr endete die Veranstaltung, die für alle Beteiligten viel Positives gebracht hat. Die Bayerischen Staatsforsten konnten Ihr forstwirtschaftliches Vorgehen und Ihr Ziele und Erfolge im Waldnaturschutz wichtigen Multiplikatoren weitergeben und die Teilnehmer erhielten Einblicke in eine Naturwissenschaft, die vielen (leider) unbekannt ist.

Für das Bestehen der Prüfung zum Wanderführer wünschen wir den Teilnehmern viel Erfolg und viel Freude bei Ihrer späteren Tätigkeit.