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Von der Freude im Wald zu arbeiten

Die Forstwirte Thomas und Harald Daubner (links und rechts außen) demonstrieren den Teilnehmerinnen beim Girls‘ Day am Forstbetrieb Fichtelberg eine Baumfällung.

Girls‘ Day am Forstbetrieb Fichtelberg

Fichtelberg, 28. April 2016 – Am diesjährigen Girls‘ Day, dem Zukunftstag für Mädchen besuchten sieben junge Damen den Forstbetrieb Fichtelberg, um sich dort aus erster Hand über berufliche Möglichkeiten im Forst zu informieren.

Donnerstagmorgen, es war ungewöhnlich kalt für Ende April. Rund um den Ochsenkopf lagen gut 10 cm Neuschnee. Sieben junge Damen aus Bayreuth und Umgebung trafen sich zu einem Schnuppertag am Forstbetrieb Fichtelberg. Erleben wollten sie dabei den Berufsalltag einer Försterin.

Der Girls’Day, ein einmal im Jahr stattfindender bundesweiter Berufsorientierungstag, soll speziell Mädchen und Frauen motivieren, technische und naturwissenschaftliche Berufe zu ergreifen. Damit soll er dazu beitragen, den Anteil der weiblichen Beschäftigten in sogenannten „Männerberufen“ zu erhöhen.

Stephanie Lehmann, Försterin bei den Bayerischen Staatsforsten und Sabrina Rettich, bei der Bayerischen Forstverwaltung in Bad Steben ebenfalls als Försterin beschäftigt, begrüßten die Mädchen und standen ihnen während des Tages für Fragen aller Art zur Verfügung. Für ihre Besucher hatten die beiden ein spannendes Programm zusammengestellt – aber natürlich draußen in der Natur, im verschneiten Wald. Denn dort ist der Arbeitsplatz einer Försterin.

Hinauf auf den Ochsenkopf ging die abenteuerliche Fahrt auf verschneiten Forstwegen, hin zum Einsatzort von Harald und Thomas Daubner, zwei Forstwirte, die den jungen Damen vorführten, wie ein Baum gefällt wird. Ehrfürchtig und ausstaffiert mit Schutzhelmen standen Franziska, Elena, Sarah, Eva, Julia, Lea und Amelie in sicherem Abstand und beobachteten, wie die beiden Forstprofis die mächtige Fichte fällten und sie mit lautem Krachen zu Boden fiel.

Motiviert und engagiert durften die jungen Damen anschließend unter Anleitung der beiden Försterinnen Bäume zur Fällung auswählen und mit farbigen Papierbändern markieren.

Was ist wichtig bei einem anstrengenden Arbeitstag im Winterwald? Die zünftige Brotzeit in einer gemütlichen, und vor allem eingeheizten Forsthütte. Nach all der Anstrengung, dem Stapfen durch den Schnee, den kalten Fingern und Zehen war das eine angenehme Erholung. Und nachdem die Mädels wieder aufgetaut und gestärkt waren sprudelten die Fragen aus ihnen heraus: „Wie wird man eigentlich Försterin? Warum werden gesunde Bäume abgesägt? Gibt es bei uns Elche?“ Geduldig beantworteten Stephanie Lehmann und Sabrina Rettich alle Fragen.

Ein gemeinsames Spiel rund um die Funktionen des Waldes rundete das Bild ab, das die Teilnehmerinnen von ihrem Aktionstag bei den Bayerischen Staatsforsten mitnehmen konnten.

Und was war das tollste Erlebnis mit den Försterinnen im Wald? Spontane Antwort der Schülerinnen: „Wir konnten selbst aktiv werden und etwas gestalten“ – willkommen in der Arbeitswelt.