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Über eine halbe Million kleine Bäumchen im Wald gepflanzt

Franziska Semmler, Helga Kraus und Heinz Borschlegel (vorne v.l.n.r.) haben zusammen rund 125 Dienstjahre hinter sich. Betriebsleiter Franz Paulus (r.), Personalratsvorsitzender Roland Waffler (hinten Mitte) und Servicestellenleiter Albert Poschenrieder (l.) bedankten sich für die Treue.

Forstbetrieb Kelheim ehrt und verabschiedet langjährige Mitarbeiter  

Kelheim, 27. Juli 2016 – Zusammen bringen es Franziska Semmler aus Kevenhüll, Helga Kraus aus Haunstetten und Heinz Bornschlegel aus Pyrbaum auf über eine halbe Million gepflanzte Waldbäume und rund 125 Dienstjahre im Staatsforst. Bei der Personalversammlung des Forstbetriebs Kelheim würdigte Betriebsleiter Franz Paulus ihren Einsatz und ihre langjährige Treue.

Als dienstälteste Mitarbeiterin wurde Franziska Semmler nach 46 Jahren vom Betriebsleiter feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Am 13. April 1970 startete sie am damaligen Forstamt Beilngries ihre Tätigkeit als sogenannte „Kulturfrau“. Im Juni 1976 stieß mit Helga Kraus, die Paulus im gleichen Zug für ihr 40jähriges Dienstjubiläum ehren konnte, eine junge Kollegin dazu. Seitdem waren Semmler und Kraus gemeinsam vorrangig im Haunstettner Forst eingesetzt. In Summe haben beide bis heute rund 500.000 Waldbäumchen gesetzt und anschließend über Jahre händisch ausgegrast – sprich von Unkraut befreit. Für den Betriebsleiter eine immens wichtige Aufgabe: „Ohne Ihre mühsame Pflanz- und Pflegearbeit der letzten vier Jahrzehnte wäre der Wald im Haunstettner Forst heute nicht so mischbaumartenreich und stabil. Sie haben die Weichen für die nächsten 100 Jahre gestellt.“ Ausdruck der großen Bedeutung der „Kulturfrauen“ sei auch, dass bis zur Einführung des Euro eine kniende „Kulturfrau“, welche eine kleine Eiche pflanzt die Rückseite der 50-Pfennig-Münze zierte. Als Dank und Anerkennung gab´s für die beiden leidenschaftlichen Hobbygärtnerinnen unter anderem jeweils eine große Hortensie „Endless summer“.

40 Dienstjahre hat auch der Berchinger Revierförster Heinz Bornschlegel hinter sich. „Seit Jahrzehnten bewirtschaften Sie mit großem Engagement, fachlicher Kompetenz und Sensibilität für gesellschaftliche Ansprüche den Staatswald“, sagte Paulus in seiner Laudatio. Der Wald rund um Berching trage ein großes Stück seinen Stempel. Der langjährige Einsatz zahlte sich nun mit einer Jubiläumsgratifikation, einem Tag Sonderurlaub und einem Gutschein für die Altmühltherme aus. Der in Pyrbaum lebende Bornschlegel begann nach dem Studium der Forstwirtschaft seine berufliche Laufbahn als Anwärter am Forstamt Heideck. Nach erfolgreicher Anstellungsprüfung übernahm er 1979 die Leitung des Forstrevieres Illschwang am Forstamt Sulzbach-Rosenberg. Fünf Jahre später folgte die Versetzung an das Revier Pyrbaum des Forstamts Allersberg. Seit 2007 leitet Bornschlegel das Forstrevier Berching am Forstbetrieb Kelheim der Bayerischen Staatsforsten.