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Selber Höhenkiefer im Mittelpunkt der Forschung

Der Zuwachsbohrer im Einsatz (Foto: Marina Moser)

(09. Mai 2017) – Selb Der Forstbetrieb Selb der Bayerischen Staatsforsten hatte Besuch von der Universität Hohenheim. Die Wissenschaftler aus der Abteilung für Dendrochronologie unter der Leitung von Dr. Alexander Land und drei Studenten interessierten sich vor allem für die Selber Höhenkiefer und deren Zuwachs. Mit Hilfe eines Zuwachsbohrers wurden im Selber Forst an insgesamt 15 Probebäumen jeweils zwei Bohrkerne gezogen. Das Probenmaterial wurde in den letzten Wochen im Labor ausgewertet.

Erste Informationen zum Zuwachs der Selber Höhenkiefer und damit auch zum Alter des untersuchten Bestandes konnten anhand der Proben gewonnen werden. So konnten die Jahrringbreiten der einzelnen Bäume, sowie die mittleren Jahrringbreiten abgelesen werden. Im Durchschnitt schwankt der radiale Zuwachs (Jahrringbreiten) zwischen einem knappen Millimeter und über drei Millimetern. Mit Spannung erwartet der Forstbetrieb umfassendere Ergebnisse der Untersuchung, welche dann auch Bestandteil einer Bachelorarbeit sein werden.

Die Dendrochronologie erlaubt die genaue Datierung alter Holzteile anhand des Jahrringbaus. Damit ist es zum Beispiel möglich, das Alter von Gebäuden zu bestimmen. Anhand der heute gemessenen Beziehungen zwischen Witterung und Jahrringbau ist es weiterhin möglich, anhand von Holzfunden Rückschlüsse auf das Klima in der Vergangenheit zu ziehen.

Die Selber Höhenkiefer fehlte noch in der umfangreichen Probensammlung der Hohenheimer Universität.