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Schutz der Artenvielfalt und Waldwirtschaft im Einklang

Bayerische Staatsforsten richten Symposium im Steigerwaldzentrum aus; Forstbetrieb Ebrach stellt aktuelles Naturschutzkonzept vor  

Ebrach, 24. April 2015 - Im Rahmen des Aktionsjahrs Waldnaturschutz veranstaltet der Forstbetrieb Ebrach der Bayerischen Staatsforsten und die Bayerische Forstverwaltung vom 23. - 24. April ein zweitägiges wissenschaftliches Symposium zum Thema Natur- und Artenschutz bei integrativer Waldbewirtschaftung. Dabei wird auch das fortgeschriebene regionale Naturschutz- bzw. Trittsteinkonzept des Forstbetriebs vorgestellt.

Ziel des Symposiums ist es, auf Basis von aktuellen Forschungsergebnissen und eines konkreten Anwendungsbeispiels über Natur- und Artenschutz bei integrativer Waldbewirtschaftung zu diskutieren und einen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis zum Thema Waldnaturschutz herzustellen.

Wissenschaftliche Untersuchungen zur Entwicklung der Biodiversität in bewirtschafteten Wäldern zeigen, dass Holznutzung und Natur- und Artenschutz keineswegs Gegensätze sein müssen. Eine Vielzahl von Beispielen aus dem bayerischen Staatswald belegen, dass mit dem nötigen Fachwissen und einer guten Planung die Artenvielfalt geschützt werden kann. Bei wichtigen Schlüsselarten ist sogar eine Verbesserung erfolgt: So ist der Zunderschwamm (Fomes fomentarius L.) und der darin lebende Schwarzkäfer (Bolitophagus reticulatus L.) inzwischen wieder flächendeckend nachweisbar.  

Trittsteinkonzept veröffentlicht

Grundlage für die entsprechenden waldbaulichen Vorgaben und das Naturschutzkonzepts des Forstbetriebs sind wissenschaftliche Untersuchungen und Forschungsprojekte, wie sie am Forstbetrieb Ebrach seit vielen Jahren durchgeführt werden. Das nun veröffentlichte Trittsteinkonzept ist fest verankerter Bestandteil des integrativen Waldbewirtschaftungsansatzes am Forstbetrieb Ebrach und passt das bayernweite Naturschutzkonzepts der Bayerischen Staatsforsten an die Gegebenheiten im Steigerwald an. Ziel des Konzepts ist die Sicherung und Verbesserung der Artenvielfalt bei gleichzeitiger Waldnutzung. So wird der Gesamtnutzen auf der gesamten Staatswaldfläche optimiert. Dies geschieht beispielsweise durch die dauerhafte Ausweisung von über 200 Stilllegungsflächen mit 1.200 Hektar Gesamtfläche oder die gezielte Erhöhung des Vorrats an liegendem Totholz. Damit soll – je nach Alter des Waldbestands – die Totholzmenge auf 20 bis 40 m3 pro Hektar Wald angereichert werden.

Ein Teil der Forschungsergebnisse wird anlässlich des wissenschaftlichen Symposiums am 23./24. April 2015 im Steigerwaldzentrum vorgestellt.

Das Trittsteinkonzept können Sie auf http://www.baysf.de/de/ueber-uns/standorte/forstbetriebe/ebrach.html herunterladen.

Pressefoto 1*
Pressefoto 2*

Vorträge:

Vortrag Habitatstrukturen in den ABC-Grad-Durchforstungsversuchen

Vortrag Amphibien-Taskforce - Feuersalamander und Gelbbauchunke im Steigerwald

Vortrag Einfluss des Mikroklimas auf xylobionte Käfergemeinschaften

Vortrag Artenvielfalt, Nahrungsnetzwerke und Ausbreitungsdistanzen von Mulmhöhlen

*Bitte geben Sie bei Verwendung die Bayerischen Staatsforsten als Urheber an