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„Nur Nicht-Helfen ist ein Fehler“

Unter Anleitung von BRK-Ausbilder Stephan Macht (rechts) übt Forstwirt Stefan Nickl die Herzdruckmassage an einem Übungs-Dummy.

Mitarbeiter des Forstbetriebs Fichtelberg trainieren Erstversorgung von Unfallopfern und lebensbedrohlich Erkrankten

Fichtelberg, 4. Juli 2016 – Trainer des Roten Kreuzes schulten bei vier ganztägigen Lehrgängen alle Mitarbeiter des Forstbetriebs Fichtelberg und frischten deren Wissen über lebensrettende Sofortmaßnahmen bei Unfällen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf.

Für manche mag es sich nach einer lästigen Pflichtveranstaltung anhören: der Erste-Hilfe-Kurs und der Auffrischungslehrgang – jeweils ein ganzer Tag. Und im Abstand von zwei Jahren wird das Ganze wiederholt. Doch jeder, der selbst in die Situation kommt, als Ersthelfer einem Verunfallten beizustehen oder auf die Hilfe angewiesen zu sein, ist froh über die Hinweise und Tipps, die die Erste Hilfe-Ausbilder Stephan Macht und Matthias Fick vom BRK Bayreuth den Beschäftigten des Forstbetriebs vermittelten. Jeweils einen ganzen Tag nahmen sich die Ausbilder Zeit, die Forstmitarbeiter in vier Gruppen intensiv zu schulen.  

„Gerade in der freien Natur, abseits der Zivilisation müssen sich unsere Mitarbeiter bei Unfällen oder Herz-Kreislauf-Problemen gegenseitig helfen und unterstützen können, bis ein alarmierter Notarzt die weitere Versorgung übernehmen kann.“ erklärte Winfried Pfahler, Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg, den großen Aufwand für die Ersthelfer-Fortbildung. „Deshalb schulen wir bei den Bayerischen Staatsforsten alle unsere Mitarbeiter intensiv in Erster Hilfe, damit jeder jedem helfen kann. Und wenn diese Kenntnisse auch noch bei Notfällen im privaten Umfeld helfen, dann umso besser.“ Von einem Mitarbeiter konnte der Betriebsleiter berichten, der kürzlich unverhofft in die Situation kam, einen Verwandten reanimieren zu müssen. „Da ist jeder froh, wenn er das regelmäßig trainiert hat.“

So wurde aus dem Flur des Forstbetriebs in Fichtelberg für fünf Tage eine Trainingshalle für Herzdruckmassage und Atemspende. Neben einer praxisnahen Auffrischung der Theoriekenntnisse hatte jeder Teilnehmer ausreichend Zeit und Gelegenheit, unter Anleitung der Profis vom Roten Kreuz mit den Reanimationspuppen zu üben. Auch die Anwendung eines automatisierten externen Defibrillators wurde geschult. Allen, die in solchen Notsituationen Bedenken haben, zu helfen gaben die Ausbilder den Hinweis: „Sie haben oft nur wenige Augenblicke Zeit, also nutzen Sie diese! Nur nicht zu helfen ist ein Fehler!“