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Kampf dem Herztod

Matthias Herzog, Teamleiter im Büro (links) und Forstbetriebsleiter Winfried Pfahler, präsentieren den neuen Defibrillator am Forstbetrieb in Fichtelberg, der im Bedarfsfalle auch für Privatpersonen zur Verfügung steht.

Forstbetrieb Fichtelberg investiert mit Defibrillator in Notfallversorge

(18.08.2016) Fichtelberg. -  Seit wenigen Tagen ist im Gebäude des Forstbetriebs Fichtelberg in der Poststraße 14 ein Defibrillator installiert. Er steht bei Notfällen nicht nur den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Forstbetriebs zur Verfügung.

Ein weißer Kasten hängt im Eingangsbereich des Forstbetriebs in Fichtelberg. Darin liegt ein unscheinbares Gerät mit Aufschrift „Lifepack Defibrillator“. Und das soll Leben retten?

Winfried Pfahler, Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg und hier verantwortlich für gut 70 Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten, bestätigt dies: „Bei einem Kreislaufstillstand kann das Gerät mit Elektroschocks das Herz wieder zum Schlagen anregen. Unsere Mitarbeiter werden bei regel­mäßigen Erste-Hilfe-Fortbildungen auch in der Anwendung dieses Defibrillators geschult. Im Notfall steht das Gerät während unserer normalen Arbeitszeiten zwischen ca. 7:00 Uhr und 16:30 Uhr natürlich jedermann zur Verfügung – ganz gleich ob Mitarbeiter oder Privatperson. Die rasche Notfallvorsorge steht im Vordergrund. “

Ein Defibrillator kann durch Stromstöße Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern und Vorhofflimmern beenden. In den meisten Fällen des plötzlichen Herztods liegt anfangs ein sogenanntes Kammerflimmern vor. Dann zählt jede Sekunde. Entscheidend ist der schnellstmögliche Einsatz eines Defibrillators, da es durch das Kammerflimmern zu einer Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff kommt, die in kurzer Zeit zu Schäden führen kann.

Im Notfall ist es wichtig, sofort den Rettungsdienst zu alarmieren und mit Herzdruckmassage und Beatmung zu beginnen. Der „Defi“ kann dabei mit einem oder mehreren Elektroschocks das Herz wieder zum Schlagen anregen. Selbständig erkennt der automatische, externe Defibrillator – abgekürzt AED –  dabei, ob ein Elektroschock medizinisch sinnvoll ist und führt diesen automatisch aus. Sobald das Gerät aktiviert wird, erteilt es einfache, klare Anweisungen, was zu tun ist. Und diese werden auch so lange wiederholt, bis jeder Anwendungsschritt ausgeführt wurde– bei aller Hektik im Notfall eine wertvolle Hilfe.

„Als Ersthelfer können Sie nichts falsch machen.“ appelliert Winfried Pfahler. „Zögern Sie bitte nicht, im Notfall das Gerät zu holen und einzusetzen. Sie können damit Leben retten.“