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Johanniter Rettungshunde üben regelmäßig im Staatswald

Kara wird eingewiesen.

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Kempten, 30. Mai 2017 - Was für eine Leistung: 5.000 Stunden trainiert die Johanniter Rettungshundestaffel im Jahr! Einen guten Teil davon verbringen Helfer und Hunde im Wald der Bayerischen Staatsforsten in den Revieren Kürnach Süd und Kürnach Nord des Forstbetriebs Sonthofen. Dies geschieht in enger Abstimmung mit den Förstern und Berufsjägern, um Störungen gering zu halten.  

Forstbetriebsleiter Jann Oetting, war gerne bereit, auch weiterhin die Waldregion, für die er mit seinen Mitarbeitern verantwortlich ist, den Johannitern für diese Übungen auch weiter zur Verfügung zu stellen. „Bei den Bayerischen Staatsforsten wird die Hundearbeit sehr geschätzt. Ob bei der Rettung von Menschen oder auf der Jagd: Hunde leisten unglaubliches!“, begründet Förster Oetting die Unterstützung.

Dass die Johanniter einen Ort für ihre Übungen haben, ist wichtig für die Hundeausbildung. Denn die Hundeführer müssen ihr Übungsgelände häufig wechseln können. So kennen die Hunde das Gebiet nicht und sind im Einsatz auch für die Vermisstensuche im Wald gut gerüstet. Während die Personenspürhunde am langen Riemen die Witterung von Vermissten hauptsächlich in Wohngebieten verfolgen, kommen im schwierigen Gelände die Flächensuchhunde zum Einsatz. Den Hundeführern werden nach Absprache mit der Einsatzleitung Suchgebiete zugewiesen, die sie mit ihren freilaufenden Hunden systematisch absuchen. Eine gute Bindung zwischen Führer und Hund ist Voraussetzung. Zusätzlich brauchen beide, Hund und Führer, ein gutes Orientierungsvermögen, körperliche Fitness und viel Erfahrung. Aus diesen Gründen legen sie auch alle zwei Jahre eine Prüfung ab, um ihr Können unter Beweis stellen. Zum Einsatz kommen verschiedene Rassen. Aber auch Mischlinge bringen hervorragende Leistungen, vorausgesetzt, sie haben einen guten Bezug zu fremden Personen, eine gute Nase und Freude am Arbeiten.  

Beim Training im Wald, werden in der Regel ein bis zwei Personen im Gelände versteckt. Durch systematisches Absuchen des Suchgebietes werden die Hunde in der Regel schnell fündig und zeigen dies dem Führer durch lautes Bellen an. Man merkt allen Beteiligten die Freude am Arbeiten an und natürlich werden sie nach erfolgreicher Suche mit einem „Leckerli“ belohnt.  

25 – 35 Mal wird die Johanniter Hundestaffel im Jahr gerufen und Einsatzleiter Ralph Krauß sorgt dafür, dass diese das ganze Jahr einsatzbereit ist. Bleibt zu hoffen, dass den Johannitern eine Suche nach einem vermissten Förster oder Jäger erspart bleibt. Aber durch ihre zahlreichen Übungen wüssten die Johanniter genau, was in diesem Fall zu tun wäre.