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Inventur im Staatswald

Forstbetriebsleiter Dr. Heinz Utschig (rechts) und Inventurleiter Horst Grünvogel (links) vermessen eine Fichte an einem permanenten Inventurpunkt in den Staatswäldern nahe Wasserburg.

Wasserburg, 03. Juni 2016 - Im Forstbetrieb Wasserburg der Bayerischen Staatsforsten finden derzeit die im zehnjährigen Turnus wiederkehrenden Aufnahmen der Waldinventur statt. Hierbei vermessen forstliche Fachkräfte bis Ende des Jahres in Detailarbeit mittels modernster Technik den aktuellen Baumbestand in den Staatswäldern zwischen Ebersberg und Passau.  

Durch die Aufnahme permanenter Inventurpunkte kann alle zehn Jahre eine Aussage über den Zustand und die Entwicklung der Wälder getroffen werden. Im Forstbetrieb Wasserburg werden an ca. 5000 Aufnahmepunkten in einem Radius von bis zu 12 m das Alter, die Höhe und der Umfang der vorhandenen Bäume, sowie Schäden durch Holzernte oder Wildverbiss und der Verjüngungszustand aufgenommen. Um einen Eindruck über den Beitrag der heimischen Wälder für den Naturschutz zu gewinnen, werden außerdem Totholz und Biotopbäume für Vögel, Käfer und Pilze erfasst.

„Die Ergebnisse der Waldinventur liefern die wichtigste Grundlage für die Planung an unserem Forstbetrieb“, so Forstbetriebsleiter Dr. Heinz Utschig. „Anhand der Daten über den jährlichen Holzzuwachs und den aktuell vorhandenen Vorrat leiten wir ab, wie viele Bäume geerntet werden können. Genutzt wird im Staatswald folglich deutlich weniger als jährlich nachwächst.“  

Da im Staatswald bereits seit den 70er Jahren Aufnahmen im Zuge einer Waldinventur stattfinden, kann auf diese Art und Weise die Entwicklung des Waldes und der waldbauliche Erfolg forstlicher Maßnahmen nachvollzogen werden. Im Raum Wasserburg ist vor allem der Erfolg des jahrelangen Waldumbaus durch höhere Laubholzanteile an den aktuellen Inventurpunkten erkennbar. Ein Zeichen dafür, dass die Wälder im bayerischen Staatswald zukunftsorientiert und nachhaltig bewirtschaftet werden.