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Holzaktion im Stadtwald Marktredwitz

Josef Scherm, Einsatzleiter des Forstbetriebs Fichtelberg, und der Harvesterfahrer Harald Schießtl besprechen den weiteren Einsatz im Stadtwald Marktredwitz.

Forstbetrieb Fichtelberg durchforstet das Naherholungsgebiet

Marktredwitz, 31. Januar 2018 - Im Stadtwald Marktredwitz lässt der Forstbetrieb Fichtelberg in den nächsten Tagen Bäume fällen und aufarbeiten. Während dem Einsatz müssen einzelne Forstwege gesperrt werden. Der Forstbetrieb Fichtelberg bittet dafür um Verständnis.

Große achträdrige Maschinen mit langem Kran und daran befestigtem Fällkopf -  sogenannte Harvester - brummen durch den Stadtwald Marktredwitz und sägen Bäume um. Rückefahrzeuge kurven umher, sammeln die Holzabschnitte zusammen und schichten sie zu großen Haufen am Rand der Forstwege auf.

Findet hier ein Naturfrevel im Wald statt? Verlieren die Bürger ihr beliebtes Naherholungsgebiet?

„Keineswegs!“ beruhigt Winfried Pfahler, Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg, zu dessen Zuständigkeitsbereich seit einigen Jahren der ehemalige Stadtwald gehört. „Wir ernten hier ganz behutsam einzelne Altbäume, um nachwachsenden Buchen und Tannen genügend Licht zu geben. Damit machen wir den Wald widerstandsfähig gegen Stürme und Trockenheit. Gleichzeitig entnehmen wir beim Durchforsten auch krumme oder beschädigte Bäume, um Vitalität und Gesundheitszustand der verbleibenden Fichten, Buchen und Lärchen zu verbessern. Und natürlich dient die Maßnahme auch der Verkehrssicherheit für die Spaziergänger, damit keine faule Bäume oder abgebrochene Äste auf die Wege fallen. Dies alles sind Maßnahmen, um den Stadtwald Marktredwitz zu stabilisieren, fit zu machen für den Klimawandel und als Naherholungsgebiet für die Marktredwitzer Bürger attraktiv zu halten.“

Geschickt greift der Fällkopf des Harvesters einen zur Fällung markierten Baum, eine automatische Kettensäge springt heraus und sägt den Stamm ab. Spielerisch leicht hebt der Kran den ganzen Baum an und zieht ihn zur Schneise heran, auf der die Maschine fahren kann. Drehende Walzen ziehen den Stamm waagerecht durch den Fällkopf hindurch. Dabei werden die Äste abgetrennt und das Holz vermessen. Die Säge klappt wieder heraus und zerlegt den Stamm in kurze Teile. Binnen weniger Sekunden ist der ganze Baum in handliche Abschnitte zersägt und das Reisig auf der Fahrgasse vor der Maschine abgelegt. Schon sucht sich der Fahrer des Harvesters den nächsten markierten Stamm.

„Wir arbeiten hier im Winter, um möglichst wenig Schäden an den verbleibenden Bäumen und an den Wegen zu verursachen“ erklärt Josef Scherm, der Einsatzleiter der Bayerischen Staatsforsten, den Zeitpunkt für diese Holzernte. „Dabei helfen uns auch die abgeschnittenen Äste, die wie eine Matratze vor der Maschine abgelegt werden und den Boden vor Schäden durch die Befahrung schützen.“

Das eingeschlagene Holz geht überwiegend an Sägewerke in der Region. Interessenten für das anfallende Brennholz können sich beim Forstrevier Nagel melden (Tel. 09236-208 - Sprechstunde jeweils am Dienstag von 16:00 bis 18:00 Uhr).

Aus Sicherheitsgründen müssen während der Arbeiten einzelne Wegeabschnitte gesperrt werden. „Wir bitten die Waldbesucher in ihrem eigenen Interesse diese Sperrungen zu beachten“ so Betriebsleiter Pfahler. „Wir versprechen: Wenn Schäden an den Forstwegen entstehen, werden wir diese möglichst schnell wieder in Ordnung bringen. Damit die Marktredwitzer auch weiterhin in ihrem schönen Stadtwald spazieren gehen können.“