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Hangrutsch in Oberammergau

Fast eine Million Kubikmeter Rutschmasse umfasst die größte aktive Hangrutschung in Bayern.

Waldbesucher sollen Mure bei Grafenauschau meiden

Oberammergau, 25. August 2016 – Der extrem niederschlagsreiche Sommer 2016 hat die Hangrutschung am Hechendorfer Berg bei Grafenaschau weiter vergrößert und vor allem die Massenverlagerung ins Tal massiv beschleunigt. Die zahlreichen Starkregen mobilisierten große Mengen an gelockertem Rutschmaterial und haben es in Form eines breiten Schutt- und Schlammfächers im unterhalb angrenzenden Wald und den vorgelagerten Wiesen abgelagert. Einige Zungen der Schlammlawinen haben auch die Gemeindeverbindungsstraße Grafenaschau-Schwaigen zeitweise überflutet und verschlammt.

Die Experten vom Geologischen Landesamt und vom Wasserwirtschaftsamt sehen momentan keine technische Möglichkeit, der Rutschung oder den abgehenden Murströmen Einhalt zu gebieten. Letztendlich wird sich wohl ein guter Teil der fast 1 Mio. m³ Rutschmasse am Hangfuß und im angrenzenden Murnauer Mos ablagern. Die Rutschung ist inzwischen die größte aktive Hangrutschung in Bayern.

Der FB Oberammergau rät dringend davon ab, sich der Fläche zu nähern. Es kann im Rutschungsbereich jederzeit zu Fels- und Steinschlag kommen und gelockerte Bäume können unvermittelt umstürzen. Alle Waldbesucher werden daher dringend gebeten, auf einen gehörigen Sicherheitsabstand zu achten.