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Gut gerüstet für den Ernstfall

Fertig zum Abtransport: Mitarbeiter des Forstbetriebs Fichtelberg und der Bergwachtbereitschaft Wunsiedel üben die reibungslose Zusammenarbeit bei einer gemeinsamen Rettungsübung im Stadtwald Marktredwitz.

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Forstbetrieb Fichtelberg übt Notfall mit Bergwacht und Integrierter Leitstelle Hof

Fichtelberg, 19. Juni 2017 – Bei einer Rettungsübung im Stadtwald Marktredwitz trainierten Mitarbeiter des Forstbetriebs Fichtelberg gemeinsam mit der Bergwachtbereitschaft Wunsiedel und der Integrierten Leitstelle Hof die Erstversorgung und Bergung eines verletzten Forstarbeiters.

Ein sonniger Morgen im Juni. Forstwirt Heinz Wilhelm, Mitarbeiter bei den Bayerischen Staatsforsten, ist mit seinen Arbeitskollegen Harald Benker und Florian Lichtblau im Stadtwald Marktredwitz damit beschäftigt, Bäume zu fällen. Bei der Arbeit an einer starken Fichte passiert es. Der Stamm kommt ins Rollen und quetscht das Bein des Forstwirts gegen einen anderen Baumstamm. Augenblicklich durchzucken das Unfallopfer „tierische Schmerzen“: der Unterschenkel ist gebrochen.

Zum Glück ist alles nur eine Übung. Regelmäßig trainieren die Mitarbeiter des Forstbetriebs Fichtelberg solche Notfälle. Servicestellenleiter Florian Manske erscheint dazu ohne Vorwarnung bei den Forstwirten und gibt als Übungslage aus: Beinbruch. Routiniert aktivieren die Forstwirte die Rettungskette Forst: Notruf an die Rettungsleitstelle. Harald Benker kümmert sich um seinen verletzten Kollgen, Florian Lichtblau fährt zum festgelegten Rettungstreffpunkt, in diesem Fall bei der Gaststätte „Forsthaus“ in der Putzenreuth. Dorthin dirigiert der Disponent der Integrierten Leitstelle Hochfranken in Hof per Funk die alarmierte Bergwachtbereitschaft Wunsiedel.

„Wir üben regelmäßig das Zusammenspiel zwischen Rettungsdienst und unseren Mitarbeitern“, erklärt Florian Manske das Ziel der Übung. „Denn im Notfall kommt es auf jede Minuten an, bis das Unfallopfer versorgt und ins Krankenhaus transportiert ist.“ Nach wenigen Minuten kommt Florian Lichtblau mit dem Bergwacht- Trupp zurück zum Unfallort. Sorgfältig untersucht Bergwacht-Mann Andreas Bäcker den „Verletzten“, legt ihm eine provisorische Schiene an und lagert ihn gemeinsam mit seinen Kollegen auf der geländegängigen Gebirgstrage. Über Stock und Stein, durch Gräben und über gefällte Baumstämme hinweg transportieren die Helfer von der Bergwacht das Unfallopfer bis zum nächsten Forstweg, an dem das Rettungsfahrzeug wartet.

Übungsende

Sind die Beteiligten zufrieden mit der Übung? Sowohl Forst, als auch Bergwacht ziehen eine positive Bilanz: die Zusammenarbeit hat reibungslos funktioniert, der Verletzte wurde in kürzester Zeit versorgt und abtransportiert. Florian Manske: „Hoffen wir, dass uns solche Einsätze in der Wirklichkeit erspart bleiben. Aber wenn nötig sind wir für den Ernstfall gut gerüstet.“