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Forstlicher Nachwuchs bestaunt naturnahe Waldwirtschaft der Bayerischen Staatsforsten

Die Forststudentinnen und –studenten lauschen den Ausführungen über die naturnahe Waldbewirtschaftung der Bayerischen Staatsforsten. Ein Teil von ihnen nutz die frisch aufgearbeiteten Stämme als Sitzgelegenheit.

Berchtesgaden - Inzell, 10. August 2016 - Über 80 Forststudentinnen und -studenten der Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien bestaunten gemeinsam mit ihrem Professor die vorbildliche und naturnahe Waldbewirtschaftung der Bayerischen Staatsforsten (BaySF). Im Forstrevier Inzell überzeugten sich die österreichischen Gäste, wie die BaySF mit modernster Technik den Wald pfleglich bewirtschaftet.

Die vorbildliche Waldbewirtschaftung der Bayerischen Staatsforsten ist weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt, wie Prof. Dr. Karl Stampfer von der BOKU betont. Um seinen Schützlingen diese Art der Waldbewirtschaftung zu zeigen, besucht er den Forstbetrieb Berchtesgaden.

„Naturnähe und Nachhaltigkeit verpflichten die Bayerischen Staatsforsten. Dies anschaulich zu vermitteln ist uns ein Herzensanliegen, um die neue forstliche Generation zum pfleglichen Umgang mit der Natur zu sensibilisieren.“, Mit diesen Worten begrüßt Dr. Daniel Müller, Betriebsleiter der BaySF in Berchtesgaden, die angehenden Försterinnen und Förster aus Wien.

„Naturnahe Waldwirtschaft im Hochgebirge bedeutet mehr als nachhaltige Holznutzung“, erklärt Georg Berger, Staatswaldförster in Inzell. Durch die Entnahme stärkerer Bäume stellt sich eine neue Generation aus Fichte, Tanne, Buche und Bergahorn ein. Diese Bäumchen erhalten die Schutzfunktion des Waldes für das nächste Jahrhundert. Der arten- und strukturreiche Wald hat zudem einen hohen Wert für die Erholung. Zum Schutz der Natur bleiben die stärksten Bäume im Wald und werden nicht geerntet. Um den Waldboden zu schonen und Schäden an den verbleibenden Bäumen zu vermeiden, werden die geernteten Bäume mit einer mobilen Seilanlage zur Forststraße geliefert. Dort werden sie nach Kundenwunsch zugeschnitten und abtransportiert. Mit dem Blick auf ältere Seiltrassen staunten die Studenten, da schon wenige Jahre nach der Erntemaßnahme fast keine Spuren im Wald zu sehen waren.