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Forstbetrieb Schliersee stellte Naturschutzkonzept vor

Schliersee, 02. Juni 2016 - Mehr Tanne, mehr Totholz, mehr Naturschutz: Im Rahmen einer Exkursion stellte der Forstbetrieb Schliersee sein neu erstelltes Naturschutzkonzept vor. Vertreter aus der Politik sowie von Behörden und Verbänden aus den Bereichen Jagd, Forst, Almwirtschaft und Naturschutz beteiligten sich an der Waldbegehung, die bis zu einer Höhe von 1.300 Meter ü. NN führte. Das Naturschutzkonzept des Forstbetriebs Schliersee schließt die bestehende Lücke von der Münchner Schotterebene bis zu den mittleren bayerischen Kalkalpen im bayernweiten Netz der Regionalen Naturschutzkonzepte der Bayerischen Staatsforsten und bringt die Bewirtschaftung der Wälder und den Natur- und Umweltschutz in Einklang.

Der Vorstandsvorsitzende Martin Neumeyer betonte, dass die Wälder im Flachlandteil des Forstbetriebs bereits seit dem Ende der Römerzeit genutzt werden. Seit dem Beginn der Holznutzung für die Saline in Rosenheim vor 200 Jahren wird auch der Gebirgswald von Menschenhand gestaltet. Selbst die Waldbestände in den Hochlagen sind nur noch auf sehr kleinen Flächen echte Urwälder, so Neumeyer.

Das waldbauliche Ziel sei es, so Forstbetriebsleiter Christoph Baudisch, den Dreiklang von Fichte-Buche-Tanne wieder herzustellen. Von den 34.000 Hektar Forstbetriebsfläche liegen mehr als 80 Prozent im Hochgebirge.

Mit dem Naturschutzkonzept des Forstbetriebes Schliersee sind nun 37 Regionale Naturschutzkonzepte veröffentlicht, der Rest folgt bis zum Ende dieses Jahres.