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Forstbetrieb Hammelburg mit neuem Leiter

V.l.n.r.: Vorstand Reinhardt Neft mit Adolf Herr und Daniel Zippert.

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Daniel Zippert folgt auf Adolf Herr

Nach zwölf Jahren als Leiter des Forstbetriebs Hammelburg der Bayerischen Staatsforsten verabschiedet sich Adolf Herr in diesen Tagen in die Freistellungsphase der Altersteilzeit. Mit Daniel Zippert, bis vor kurzem kommissarischer Leiter des Forstbetriebs Arnstein, wird ein erfahrener Forstmann seine Nachfolge antreten.

Regensburg/Hammelburg – 17. November 2017 - Für den einen war es ein würdiger Abschied, für den anderen ein herzliches Willkommen. Der Vorstand der Bayerischen Staatsforsten, Reinhardt Neft, betonte bei der Stabübergabe am Forstbetrieb Hammelburg, dass mit Adolf Herr nicht nur ein erfolgreicher Forstbetriebsleiter in Pension gehe, sondern auch ein hochgeschätzter und erfahrener Kollege: „Sie haben mit Ihrer Arbeit und ihrem Fachwissen im Laufe Ihres Berufslebens wesentlich die Wälder in Unterfranken mitgeprägt.“ Mit hohem Engagement, aber ruhiger Hand und offenem Ohr für die Mitarbeiter habe Herr stets eine gute Balance zwischen den vier Säulen der Nachhaltigkeit, also der Ökologie, den Mitarbeitern, der Ökonomie und gesellschaftlicher Belange gefunden. „Besonders danken möchte ich Ihnen, dass Sie in all den Jahren über das Nachwuchsprogramm START so viele junge Kollegen an Ihrer forstlichen Arbeit teilhaben ließen und damit Ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten mit dem Nachwuchs geteilt haben.“

Dieses Wissen, so fuhr Neft fort, könne nun die nächste forstliche Generation anwenden. Zu dieser zähle zweifellos Daniel Zippert. „Ihnen traue ich zu, ein würdiger Nachfolger von Adolf Herr zu werden“, so Neft. „Sie kennen die Wälder hier aus Ihrer Zeit bei der mittelfristigen Forstbetriebsplanung und haben vor allem im Forstbetrieb Waldsassen und zuletzt im Forstbetrieb Arnstein Ihre fachlichen und menschlichen Fähigkeiten unter Beweis gestellt. Das hervorragende Team am Forstbetrieb Hammelburg bekommt mit Ihnen den dazu passenden Forstbetriebsleiter“, so Neft. 

Adolf Herr wurde 1955 im unterfränkischen Lohr im Kreis Main-Spessart geboren und hat fast sein gesamtes berufliches Leben im Dreieck Spessart, Rhön und Würzburg verbracht. Der Einstieg in die forstliche Welt führte ihn jedoch zunächst ins niedersächsische Göttingen, wo er an der Georg-August-Universität Forstwissenschaften studierte und im Jahr 1981 abschloss. Nach einer kurzen praktischen Tätigkeit in einem Forstplanungsbüro absolvierte Herr von 1982 bis 1984 das Referendariat an der Oberforstdirektion Würzburg im damaligen Forstamt Arnstein und später an der Oberforstdirektion Augsburg. Nach dem Referendariat kehrte er als Forsteinrichter nach Würzburg zurück und wurde 1991 als stellvertretender Forstamtsleiter an das Forstamt Lohr am Main berufen. 1995 übernahm Herr die Leitung des Forstamts Würzburg, ab 2000 war er Inspektionsleiter an der Forstdirektion Unterfranken für die Forstämter des Spessarts und der Rhön. Mit der Gründung der Bayerischen Staatsforsten 2005 wurde Herr zum Leiter des Forstbetriebs Hammelburg berufen.

Daniel Zippert hat – genauso wie Adolf Herr –  nicht nur das Studium an der Georg-August-Universität in Göttingen gemeinsam, sondern auch das Referendariat in Würzburg, das Zippert im Jahr 2000 begann. Nach den Stationen Bad Neustadt, Bad Brückenau und der Forstdirektion Oberfranken in Bayreuth wurde Zippert ab Mitte 2002 am Forstamt Lichtenfels eingesetzt.  Ab Herbst 2003 wurde er an die Forstdirektion Oberfranken-Mittelfranken versetzt und übernahm gleichzeitig eine Lehrtätigkeit an der Fachhochschule Hof. Mit Gründung der Bayerischen Staatsforsten wechselte Zippert als Forsteinrichter nach Bayreuth und wurde 2008 zum Teilbereichsleiter Forsteinrichtung und Waldinventur ernannt. Seit 2010 war er Stellvertretender Leiter des Forstbetriebs Waldsassen, bevor er im Sommer 2017 die kommissarische Leitung des Forstbetriebs Arnstein übernahm.  

Forstbetrieb Hammelburg

Der Forstbetrieb Hammelburg erstreckt sich über den nordöstlichen Buntsandsteinspessart bis zur Vorrhön und ist von Buchenwäldern dominiert. Die hochwertigen Laubhölzer werden zu Möbeln verarbeitet oder im Innenausbau verwendet, das Nadelholz schneiden Sägewerke v. a. zu Bau- und Konstruktionsholz.

Auf mehr als 8.000 ha Schutzgebieten ist Lebensraum für viele seltene Pflanzen und Tiere ausgewiesen. Besonders schöne Erfolge sind die Wiederansiedlung des Schwarzstorchs und der Wildkatze. Brennholzselbstwerber sind genauso willkommen wie Sportler, Vogel- und Naturfreunde oder Pilzsammler. Insgesamt stehen 15.900 ha naturnaher Wald, 620 km Forstwege, 140 km Wanderwege und 120 km Radwege zur Verfügung.