Youtube Instagram Pinterest Flickr Google+
Headerimage

Forstbetrieb Arnstein informiert über Holzerntemaßnahme bei Höchberg

Foto: Sandra Fischer

Download

Der Forstbetrieb Arnstein der bayerischen Staatsforsten plant in diesem Herbst und Winter eine Holzerntemassnahme im Staatswalddistrikt Höchberg zwischen Waldbüttelbrunn, Zell am Main und Höchberg. Um einen für die Erholungssuchenden möglichst störungsfreien Ablauf zu gewährleisten, hat der Forstbetrieb Arnstein zu einer Informations- und Diskussionsrunde mit den umliegenden Gemeinden, Vertretern des Landratsamtes, des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und des Naturschutzes eingeladen.  

Arnstein // Zell a.Main // Höchberg. September 2017 - Der Wald zwischen Höchberg, Waldbüttelbrunn und Zell am Main wird stark durch Waldbesucher frequentiert. „ Das ist uns bewusst“ so Daniel Zippert kommissarischer Leiter am Forstbetrieb in Arnstein, der für das Waldgebiet westlich von Würzburg zuständig ist „deshalb haben wir vor Beginn der Maßnahme diesen Termin mit den betreffenden Vertretern der öffentlichen Institutionen anberaumt, um unser Vorgehen und die Hintergründe zu erklären und darzustellen, warum es notwendig und wichtig ist Wälder zu bewirtschaften und damit gesund zu erhalten. Wir versuchen dabei größtmögliche Rücksicht auf die Erholungssuchenden zu nehmen.“ Für die Zeit der Holzernte und der Abfuhr des Holzes wird es sicher zu Einschränkungen bei der Betretung des Waldgebietes kommen. Aus Sicherheitsgründen ist es verboten den Wald während der Fällungsarbeiten zu betreten. Die Wege werden von unseren Mitarbeitern vorschriftsmäßig abgesperrt. Waldbesucher dürfen diese aber auch nicht umgehen und auf Schleichwegen die Waldfläche betreten, in der gearbeitet wird.“ so Johannes Hartelt, der vor Ort zuständige Revierleiter „deshalb der Appell der Verantwortlichen. „Nutzen Sie für den Zeitraum der Hiebsmaßnahme bitte andere Waldgebiete z.B. nördlich der B8 für die Waldspaziergänge“.

Die Holzerntemaßnahme ist erforderlich. Einige Bäume müssen aus Verkehrssicherungsgründen gefällt werden, andere weil sie erkrankt sind (das betrifft zur Zeit die Baumart Esche, die sehr stark vom sogenannten Eschentriebsterben betroffen ist). Aber es ist natürlich auch notwendig starke Bäume weiter zu fördern und sie damit fit für den Klimawandel zu machen. Nicht zuletzt wird so auch der nachwachsende Rohstoff Holz nachhaltig zur Verfügung gestellt. Ein integrativer Ansatz ist bei den Bayerischen Staatsforsten die Maxime bei der Waldbewirtschaftung. Dabei wird selbstverständlich auch auf den Naturschutz Rücksicht genommen. Es werden sogenannte Biotopbäume und Totholz (gekennzeichnet mit einer Wellenlinie) belassen. Alle Ansprüche sollen auf der gesamten Fläche gewährleistet werden. Da dies neben Erholung, Naturschutz, Holzbedarf, Wasserschutz, Jagd usw. noch viele weitere Ansprüche sind, versuchen die Bayerischen Staatsforsten alle Ansprüche in einem bestmöglichen Kompromiss untereinander abzuwägen und zu vermitteln. „Man wird es nicht jedem Recht machen können, das wäre die Quadratur des Kreises…. Aber wir versuchen es allen so gut wie es geht recht zu machen“.

„Wir bitten die Bevölkerung um Verständnis, dass während dieser Zeit Beeinträchtigungen bei der Erholung entstehen, das lässt sich nicht vermeiden. Die Hauptwanderwege werden mit Umleitungen versehen.“ Zippert verspricht aber, dass die Störungen nur solange wie unbedingt nötig aufrechterhalten werden. Nach Abschluss der Maßnahme werden die Wege wieder hergerichtet.

Das Holz, das hier geerntet wird, wird zum weitaus größten Teil an die heimischen Sägewerke, Brennholzhändler und Kleinselbstwerber vor Ort gegeben.