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Eine Tanne aus dem Frankenwald fährt als Christbaum nach Berlin

Schon letztes Jahr schmückte ein Baum der Bayerischen Staatsforsten die Bayerische Vertretung in Berlin.

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Rothenkirchen, 4. Dezember 2017 - Der Frankenwald, „Waldgebiet des Jahres 2017“, wird in diesem Jahr mit zwei Weihnachtsbäumen die Bayerischen Vertretungen in Brüssel und Berlin schmücken. Die Bayerischen Staatsforsten stellen dafür zwei prächtige Frankenwald-Tannen aus dem Staatswald der Forstbetriebe Nordhalben und Rothenkirchen zur Verfügung. Von den Forstleuten der beiden Forstbetriebe ausgewählt, werden die Bäume ganz im Sinne des Waldgebiet 2017-Mottos „Frankenwald verbindet“ von Forstwirten der Bayerischen Staatsforsten behutsam gefällt, gemeinsam mit Forstunternehmern aus dem Frankenwald reisefertig gemacht und dann von einem heimischen Holztransporteur mit einem Spezialfahrzeug zu ihren weihnachtlichen Standorten gefahren. Infotafeln weisen dort jeweils auf die Herkunft und die Heimat der Bäume und die wichtige Rolle der Tanne im Frankenwald hin.

Der Christbaum für die Vertretung des Freistaates Bayern bei der EU steht bereits geschmückt in Brüssel. Am Donnerstag, 07.12.2017 wird jetzt die Tanne aus dem Forstrevier Rothenkirchen nach Berlin auf die Reise geschickt. Für den Platz im Festsaal der Bayerischen Vertretung wurde ein rund 10 Meter hohes Exemplar aus dem Staatswalddistrikt „Pressiger Berg“ ausgewählt. Der Baum steht am Rand eines Bestandes am Weg und ist deshalb besonders dicht beastet und benadelt.  

Nachdem die Weißtanne lange die Hauptbaumart im Frankenwald war, nahm ihr Anteil in den Beständen seit dem 19.Jahrhundert deutlich ab, zuletzt dramatisch durch den Einfluss von Luftschadstoffen. Seit etwa 30 Jahren wird sie wieder verstärkt in die Wälder eingebracht. Die Bayerischen Staatsforsten fördern mit einer „Tannen-Offensive“ die Tanne als wichtigen Hoffnungsträger im Hinblick auf den Klimawandel. Gerade im Frankenwald hat sie gezeigt, dass sie mit trockenen Sommern deutlich besser zurecht kommt als die Fichte. Zum Glück gibt es hier in den meisten Revieren neben zahlreichen Alttannen auch wieder viele Tannen in der Waldverjüngung und jährlich werden es mehr.  Nach dem Baum für Brüssel kann deshalb auch die Tanne für Berlin guten Gewissens als Botschafterin des „Waldgebietes 2017“ auf die Reise geschickt werden. Ausreichend „Geschwister“ werden für eine gute Zukunft des Frankenwaldes sorgen.