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Eibenpflanzung fortgeführt

Eibe mit Frucht

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Rothenbuch, 10. November 2015 - Der Forstbetrieb Rothenbuch im Spessart bekommt 100 neue Eibenpflanzen geliefert. Diese werden im Revier Zwieselmühle durch Forstwirte der Bayerischen Staatsforsten angepflanzt. Um die jungen Eiben vor dem Wild zu schützen, wählt Andreas Holzheimer, zuständiger Revierleiter im Revier Zwieselmühle, für diese Pflanzmaßnahme Eichensaatflächen aus. Denn die sind bereits mit einem Zaun geschützt. Nachdem im letzten Jahr Holzheimers Kollege Manfred Parr im Revier Schollbrunn des Forstbetriebs Rothenbuch 100 Eiben gepflanzt hat, ist jetzt das Nachbarrevier dran.  

Die Eibe ist eine sehr alte Baumart, die früher in weitaus größerem Umfang in unseren heimischen Wäldern existierte. Doch schon im Mittelalter wurde sie wegen ihrer guten Holzeignung als Bogenmaterial stark genutzt. Durch Waldweide ging der Bestand an Eibe weiter zurück. Da fast alle Pflanzenteile hochgradig giftig sind, wurde die Eibe entlang von Wegen häufig beseitigt. Zuletzt sorgt das Wild, für das die Eibe eine Delikatesse ist, dafür, dass kaum eine Eibe ungeschützt heranwachsen kann. Das natürliche Vorkommen der Eibe beschränkt sich damit auf nur wenige, sehr schlecht erreichbare Orte.  

„Mit dieser Maßnahme zeigen die Bayerischen Staatsforsten einmal mehr, dass ihnen der Erhalt der Biodiversität im Wald ein großes Anliegen ist!“ freuen sich Forstbetriebsleiter Jann Oetting und Revierleiter Andreas Holzheimer. „Der Schutz seltener heimischer Baumarten und der Erhalt der genetischen Vielfalt innerhalb der Arten sind wichtige Punkte in der naturnahen und nachhaltigen Waldbewirtschaftung – nicht nur, aber ganz besonders im Jahr des Waldnaturschutzes“, fasst Oetting zusammen.