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Der Frühling zieht im Spessart ein

Bald sieht man im Wald wieder grünes Laub an den Bäumen und nur noch vereinzelt Holz am Weg liegen.

Rothenbuch, 24. März 2016 - Pünktlich zu Ostern ist es soweit: Die Bäume im Forstbetrieb Rothenbuch der Bayerischen Staatsforsten fangen an, auszutreiben. Dass die Bäume kurz vor dem Austreiben sind, kann man besonders gut an den Buchen sehen – und hören. Die dicken, kurz vor dem Aufplatzen stehenden Knospen erkennt man auch vom Boden aus bei einem Blick in die Baumkronen. In den Knospen sind bereits die Blätter so weit entwickelt, dass sie sich nur noch entfalten müssen. Der Saftfluss in den Buchen verursacht ein leises Rauschen, dass man derzeit schon an einigen Buchen hören kann, wenn man das Ohr an den Stamm anlegt – oder noch besser ein Stethoskop an den Stamm hält.

Doch das Austreiben und der steigende Saft in den Stämmen bedeutet für die Forstwirtschaft, dass die Holzernte nun zu Ende gehen muss. Der Saft führt zu Verfärbungen im Holz nach dem Fällen, das im Saft geschlagene Holz wäre bei vielen Kunden daher nicht gern gesehen. Der Forstbetrieb Rothenbuch ist mit seinem Einschlag schon recht weit. Gerade werden die letzten Buchen eingeschlagen. Die Ernte von Eichen steht zum Teil noch aus. „Das ist aber kein Problem, da die Eichen immer etwas später dran sind, als die Buchen. Der Saftfluss ist bei ihnen noch nicht so stark vorhanden“, erklärt der Rothenbucher Forstbetriebsleiter Jann Oetting.

Durch den sehr feuchten, aber nicht wirklich kalten Winter ist die ganze Forstwelt in Verzug. Weil die Maschinen, die das Holz aus dem Wald an die Straße bringen, in diesem Winter oft nicht ohne Schäden zu hinterlassen fahren konnten, lag das Holz lange im Wald. Jetzt, wo es wieder trockener ist, kommen nun schnell die Holzmengen an die Forstwege und sie können von den Kunden zügig abgefahren werden. „Das ist eine enorme Belastung für unsere Waldwege. Die Wege werden aber ganz sicher wieder hergerichtet“, verspricht Jann Oetting. Solange hoffen er und die Rothenbucher Förster auf Verständnis aus der Bevölkerung für den Wegezustand.