Youtube Instagram Pinterest Flickr Google+
Headerimage

Brennholz: Der nächste Winter steht vor der Haustüre

Forstbetrieb St. Martin/Bayerische Saalforste ermöglicht Eigenaufarbeitung im Wald  

St. Martin, 14.11.2016 – Mit den sinkenden Temperaturen steigt die Gewissheit: der nächste Winter kommt bestimmt. Und wer später nicht frieren will, sollte vorsorgen und sich mit Brennholz eindecken. Ab sofort gibt´s die Möglichkeit, bei den Bayerischen Saalforsten Brennholz auch online zu bestellen und als „Selbstwerber“ aufzuarbeiten – aber nur mit Motorsägenschein.  

Kaum hat die Heizsaison begonnen, klingelt bei den Revierförstern das Telefon. “Die Anrufer erkundigen sich nach günstigem Brennholz, zum Selberaufarbeiten, möglichst vor der Haustür und gut mit dem Auto oder Traktor erreichbar. Die Nachfrage ist da.“, erklärt Forstbetriebsleiter Thomas Zanker. Die Bayerischen Staatsforsten bieten nachhaltig produziertes, zertifiziertes Brennholz an - aus der Region für die Bevölkerung in der Region. Den Interessenten werden zwei Alternativen angeboten: zum einen sogenanntes „Polterholz“. Dabei handelt es sich um bereits bearbeitete Stämme in der Länge von zwei bis vier Meter, die schon an die Forststraße vorgeliefert wurden. An der Forststraße kann das Holz anschließend vom Selbstwerber bequem mit der Motorsäge kleingeschnitten und abtransportiert werden. Die zweite Möglichkeit ist die selbstständige Aufarbeitung von sogenanntem „Gipfel- und Restholz“ im Waldbestand, welches nach dem Stammholzeinschlag liegen geblieben ist.  

Laut Forstbetriebsleiter Zanker liegen die Brennholzpreise auf Vorjahresniveau: Je nach Baumart geht es z. B. für Buche für bearbeitetes, vorgeliefertes Gipfel- und Restholz bei 45 Euro je Festmeter los und Polterholz kostet ab 70 Euro je Festmeter. Neben der telefonischen Kontaktaufnahme bietet der Forstbetrieb heuer Selbstwerbern erstmals die Möglichkeit, ihre Anfrage online über die Website des Forstbetriebs St. Martin abzugeben. „In einer zunehmend digitalisierten Welt, wollen auch wir unseren Kunden diesen Service bieten“, erklärt der Thomas Zanker. Für eine umgehende Bearbeitung der Online-Anfragen sei gesorgt.  

Grundvoraussetzung für das Brennholzmachen im Staatswald ist lt. Zanker allerdings, dass ein Selbstwerber erfolgreich an einem Motorsägenkurs teilgenommen hat: „Die Waldarbeit ist eine der gefahrenträchtigsten Tätigkeiten. Ohne Kenntnisse im sicheren Umgang mit der Motorsäge und mit den Unfallverhütungsvorschriften geht es einfach nicht“. Zusätzlich brauchen Selbstwerber neben der persönlichen Schutzausrüstung noch Ausdauer, wie Forstbetriebsleiter Zanker abschließend mit einem Augenzwinkern erklärt: „Brennholzmachen ist körperlich nicht zu unterschätzen. Dafür hat es aber einen Vorteil: Das selbstgemachte Brennholz wärmt dreimal. Beim Aufarbeiten im Wald, beim Reintragen in die Wohnung und beim Einheizen“.  

Mit der Nutzung von regionalem Brennholz leisten Kunden und Bürger einen echten Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz.