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Brennholz: Der nächste Winter kommt bestimmt

FB Burglengenfeld forciert Brennholzverkauf, nun auch online

Burglengenfeld 10.11.2016 – Mit den sinkenden Temperaturen steigt die Gewissheit: der nächste Winter kommt bestimmt. Und wer später nicht frieren will, sollte vorsorgen und sich mit Brennholz eindecken. Ab sofort gibt´s die Möglichkeit, bei den Bayerischen Staatsforsten Brennholz auch online zu bestellen, als fertig aufgearbeitete 2-Meterware neben der Waldstraße oder auch als „Selbstwerber“ aufzuarbeiten – aber nur mit Motorsägenschein.  

Kaum hat die Heizsaison begonnen, klingelt im Forstbetrieb Burglengenfeld und bei seinen Revierförstern mehrmals täglich das Telefon. “Die Anrufer erkundigen sich nach günstigem Brennholz, auch zum Selberaufarbeiten, möglichst vor der Haustür und gut mit dem Auto oder Traktor erreichbar. Die Nachfrage ist groß.“, erklärt Forstbetriebsleiter Thomas Verron. Die Bayerischen Staatsforsten bieten nachhaltig produziertes, zertifiziertes Brennholz an - aus der Region für die Bevölkerung in der Region. Den Interessenten werden zwei Alternativen angeboten: zum einen sogenanntes „Polterholz“. Dabei handelt es sich um bereits aufgearbeitetes Holz, in Zwei-Meter-Länge, das schon an die Forststraße vorgeliefert ist. An der Forststraße kann das Holz anschließend vom Selbstwerber bequem mit der Motorsäge kleingeschnitten und abtransportiert werden. Die zweite Möglichkeit ist die selbstständige Aufarbeitung von sogenanntem „Gipfel- und Restholz“ im Waldbestand, welches nach dem Stammholzeinschlag liegen geblieben ist.

Laut Verron liegen die Brennholzpreise auf Vorjahresniveau: Je nach Baumart geht es beim Gipfel- und Restholz bei 10.- Euro je Ster (Raummeter) los. Bearbeitetes, vorgeliefertes Polterholz kostet ab 25.- bis 35.- Euro je Ster und Baumart. Neben der telefonischen Kontaktaufnahme bietet der Forstbetrieb heuer Selbstwerbern erstmals die Möglichkeit, ihre Anfrage online über die Website des Forstbetriebs Burglengenfeld abzugeben. „In einer zunehmend digitalisierten Welt, wollen auch wir unseren Kunden diesen Service bieten“, erklärt Verron. Für eine umgehende Bearbeitung der Online-Anfragen sei gesorgt.  

Grundvoraussetzung für das Brennholzmachen im Staatswald ist allerdings, dass ein Selbstwerber erfolgreich an einem Motorsägenkurs teilgenommen hat: „Die Waldarbeit ist eine der gefahrenträchtigsten Tätigkeiten. Ohne Kenntnisse im sicheren Umgang mit der Motorsäge und mit den Unfallverhütungsvorschriften geht es einfach nicht“. Zusätzlich brauchen Selbstwerber noch Kraft und Ausdauer, wie Verron abschließend mit einem Augenzwinkern erklärt: „Brennholzmachen ist körperlich nicht zu unterschätzen. Dafür hat es aber einen Vorteil: Das selbstgemachte Brennholz wärmt dreimal. Beim Aufarbeiten im Wald, beim Spalten zu Hause und beim Einheizen“.  

Mit der Nutzung von regionalem Brennholz leisten Kunden und Bürger einen echten Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz. „Holz aus Bayern“ – die Bayerischen Staatsforsten haben hierzu eine Initiative gestartet – wird nicht nur nachhaltig produziert. „Holz aus Bayern“ trägt auch zum „Zukunftswald“ von morgen bei: Durch die Nutzung von Holz aus Bayerns Wäldern wird der Umbau der Wälder zu klimaangepassten, stabilen Mischwäldern vorangetrieben.