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Brennholz: Der nächste Winter kommt bestimmt

Selbstgemachte Brennholz wärmt dreimal. Beim Aufarbeiten im Wald, beim Reintragen in die Wohnung und beim Einheizen

FB Rothenbuch ermöglicht Online-Brennholzanfragen

Rothenbuch 08.11.2016 – Mit den sinkenden Temperaturen steigt die Gewissheit: der nächste Winter kommt bestimmt. Und wer später nicht frieren will, sollte vorsorgen und sich mit Brennholz eindecken. Ab sofort gibt´s die Möglichkeit, im Rotehnbucher Staatswald Brennholz auch online zu bestellen und als „Selbstwerber“ aufzuarbeiten – aber nur mit Motorsägenschein. 

Kaum hat die Heizsaison begonnen, klingelt im Forstbetrieb Rothenbuch und bei den Revierförstern mehrmals täglich das Telefon. “Die Anrufer erkundigen sich nach günstigem Brennholz, zum Selberaufarbeiten, möglichst vor der Haustür und gut mit dem Auto oder Traktor erreichbar. Die Nachfrage ist groß.“, erklärt Volkmar Zankl, Verkaufsleiter am Forstbetrieb Rothenbuch. Die Bayerischen Staatsforsten bieten nachhaltig produziertes, zertifiziertes Brennholz an - aus der Region für die Bevölkerung in der Region. Den Interessenten werden zwei Alternativen angeboten: Zum einen sogenanntes „Polterholz“. Dabei handelt es sich um bereits bearbeitete Stämme in der Länge von drei oder vier Meter, die schon an die Forststraße vorgeliefert wurden. An der Forststraße kann das Holz anschließend vom Selbstwerber bequem mit der Motorsäge kleingeschnitten und abtransportiert werden. Die zweite Möglichkeit ist die selbstständige Aufarbeitung von sogenanntem „Gipfel- und Restholz“ im Waldbestand, welches nach dem Stammholzeinschlag liegen geblieben ist.  

Laut Zankl  liegen die Brennholzpreise auf Vorjahresniveau: Je nach Baumart geht es beim Gipfel- und Restholz bei 17 Euro je Raummeter los bis zu 25 €. Je leichter die Fläche zu bearbeiten ist, desto mehr kostet das Holz. Bearbeitetes, vorgeliefertes Polterholz kostet ab 60 Euro je Festmeter für die am meisten nachgefragte Baumart Buche. Neben der telefonischen Kontaktaufnahme bietet der Forstbetrieb heuer Selbstwerbern erstmals die Möglichkeit, ihre Anfrage online über die Website des Forstbetriebs Rothenbuch abzugeben. „In einer zunehmend digitalisierten Welt, wollen auch wir unseren Kunden diesen Service bieten“, erklärt Volkmar Zankl . Für eine zeitnahe Bearbeitung der Online-Anfragen sei gesorgt.  

Grundvoraussetzung für das Brennholzmachen im Staatswald ist nach Zankls  Worten allerdings, dass ein Selbstwerber erfolgreich an einem Motorsägenkurs teilgenommen hat: „Die Waldarbeit ist eine der gefahrenträchtigsten Tätigkeiten. Ohne Kenntnisse im sicheren Umgang mit der Motorsäge und mit den Unfallverhütungsvorschriften geht es einfach nicht“. Zusätzlich brauchen Selbstwerber noch Ausdauer, wie Zankl  abschließend mit einem Augenzwinkern erklärt: „Brennholzmachen ist körperlich nicht zu unterschätzen. Dafür hat es aber einen Vorteil: Das selbstgemachte Brennholz wärmt dreimal. Beim Aufarbeiten im Wald, beim Reintragen in die Wohnung und beim Einheizen“.  

Mit der Nutzung von regionalem Brennholz leisten Kunden und Bürger einen echten Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz. „Holz aus Bayern“ – die Bayerischen Staatsforsten haben hierzu eine Initiative gestartet – wird nachhaltig produziert. „Holz aus Bayern“ trägt auch zum „Zukunftswald“ von morgen bei: Durch die Nutzung von Holz aus Bayerns Wäldern wird der Umbau der Wälder zu klimaangepassten, stabilen Mischwäldern vorangetrieben.