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Brennholz aus dem Staatswald – jetzt auch online bestellbar

Forchheim, 24. November 2016 - Der Winter steht vor der Türe. Der tägliche Blick in die Holzlege gehört für viele Holzofenbesitzer damit schon wieder zum gewohnten Tagesrhythmus. Zum Füllen größerer Lücken in den Reihen der Holzscheite bietet der Forstbetrieb die Möglichkeit, Brennholz direkt im Wald oder am Waldweg zu erwerben. Dazu gibt es ab sofort auch die Möglichkeit, das Brennholz online zu bestellen und als „Selbstwerber“ aufzuarbeiten.

Kaum hat die Heizsaison begonnen, klingelt bei den Revierleitern das Telefon. Die Anrufer erkundigen sich nach günstigem Brennholz für die Selbstaufarbeitung möglichst vor der Haustür und gut mit dem Auto oder Traktor erreichbar.

Genau dies bieten die Bayerischen Staatsforsten aus der Region für die Bevölkerung in der Region an. Den Interessenten werden hierbei zwei Alternativen angeboten. Beim sogenannten „Polterholz“ lagern die bereits geschlagenen Stämme in der Länge von zwei bis vier Metern an der Forststraße. Dort kann es entweder von einem beauftragten Holzfuhrwerk abtransportiert werden oder mit der Motorsäge vor Ort kleingeschnitten und mit dem eigenen Anhänger abtransportiertwerden.

Die zweite Möglichkeit ist die selbstständige Aufarbeitung des Brennholzes im Bestand. Hierbei werden „Gipfel- und Resthölzer“ angeboten, die nach dem Stammholzeinschlag liegen geblieben sind, oder ausgezeichnete Bäume in jüngeren Beständen, die selbst umgesägt werden können.

Die Brennholzpreise liegen auf dem Niveau des Vorjahres. An der Waldstraße kostet das bereitsvorgefertigte Brennholz je Festmeter (fm): Hartholz (Buche/ Eiche) 62 €, Weichholz (Kiefer/Fichte) 47 €. Der Preis für Brennholz, das selbst aufgearbeitet wird, liegt je Ster (Raummeter) fürHartholz bei knapp 30 €, für Weichholz bei knapp 20 €.

Neben der telefonischen Kontaktaufnahme bietet der Forstbetrieb heuer Selbstwerbern erstmalsdie Möglichkeit, ihre Anfrage online über die Website des Forstbetriebs Forchheim abzugeben. „In einer zunehmend digitalisierten Welt, wollen auch wir unseren Kunden diesen Service bieten“, erklärt der Holzverkaufsleiter des Forstbetriebs Forchheim, Konrad Schneider. Die Online-Anfragen werden vom Forstbetrieb an die dann zuständigen Forstreviere weitergeleitet.

Voraussetzung für die eigene Brennholzwerbung im Staatswald ist jedoch, dass die Selbstwerber an einem Motorsägenkurs teilgenommen haben. „Es darf einfach nicht unterschätzt werden, dass die Waldarbeit Gefahren birgt. Deshalb braucht es umfassende Kenntnisse im sicheren Umgang mit der Motorsäge und mit den Unfallverhütungsvorschriften.“, so Konrad Schneider.

Manche Selbstwerber schätzen sogar den körperlichen Ausgleich bei der Waldarbeit zu Ihrer sonstigen beruflichen Tätigkeit und das unmittelbare Erlebnis zur selbst bereitgestellten Wärme im eigenen zu Hause. Das selbst gemachte Brennholz wärmt eben mindestens dreimal - beim Aufarbeiten im Wald, beim Tragen in die Wohnung und beim Heizen selbst.

Mit der Nutzung von regionalem Brennholz leisten die Selbstwerber übrigens auch einen Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz. Statt mit Kohle, Erdöl oder Gas die Luft mit weiterem CO2 zu belasten, hilft Brennholz aus den heimischen, nachhaltig bewirtschafteten Wäldern alternative Energieträger zu ersetzen.