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600 Jahre altes Holzhaus

Die Gemeinde Schliersee und die Bayerischen Staatsforsten werden eines der ältesten Holzhäuser in Bayern näher erforschen. Von links: Christoph Baudisch (Leiter des Forstbetriebs Schliersee der Bayerischen Staatsforsten), Franz Schnitzenbaumer (Bürgermeister Schliersee), Martin Neumeyer (Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten)

Bayerische Staatsforsten unterstützen die Erforschung des Schredlhauses in Schliersee

Über 600 Jahre ist sie alt, die massive Holzwand des Schredlhauses in Schliersee. Das Fichtenholz für die Balken wurde im Winter 1405/06 im Schlierseer Bergwald geerntet. Wie das Haus damals genutzt wurde, mit welchen handwerklichen Techniken es erbaut wurde und wie alt andere Holzelemente im Schredlhaus sind, wirft noch viele Rätsel auf. Die Bayerischen Staatsforsten und die Gemeinde Schliersee haben deshalb eine Vereinbarung zur weiteren Erforschung eines der ältesten Holzhäuser in Bayern getroffen.

„Das Schredlhaus ist ein hervorragendes Beispiel für die Langlebigkeit und Stabilität des Baustoffs Holz“, freute sich der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, bei einer Besichtigung des Hauses zusammen mit Schliersees Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer. Es sei ein idealer Botschafter für die Qualität von Holz, dem ökologischen Rohstoff, der in Bayerns Wäldern immer wieder nachwächst und vielfältigste Verwendungsmöglichkeiten hat.

Bürgermeister Schnitzenbaumer begrüßte, dass gemeinsam mit den Bayerischen Staatsforsten die Geschichte des alten Holzhauses noch näher beleuchtet werden kann. Heute beherbergt das Schredlhaus das Schlierseer Heimatmuseum. Erst durch Untersuchungen im Zuge eines geplanten Anbaus kam zum Vorschein, dass Teile der Holzkonstruktion bereits aus dem frühen 15. Jahrhundert stammen.

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege und der Lehrstuhl für Baugeschichte der Technischen Universität München sollen in die Arbeiten eng eingebunden werden. Die Gemeinde Schliersee wird in den kommenden Wochen vorbereitende Gespräche mit allen Beteiligten führen. Die anfallenden Kosten werden sich die Bayerischen Staatsforsten und die Gemeinde Schliersee teilen.