Youtube Instagram Pinterest Flickr Google+
Headerimage

50 Jahre für den Frankenwald

Rothenkirchen, 5. Januar 2017 - Auf 50 Jahre aktive Dienstzeit im Staatswald kann Jakob Herrmann aus Oberlangheim zurück blicken. Für dieses seltene Arbeitsjubiläum wurde der Forstwirt und langjährige Vorarbeiter jetzt bei einer Personalversammlung des Forstbetriebes Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten geehrt.

Im Wald wird in Baumgenerationen gerechnet. Diese sind einhundert Jahre lang oder oft noch länger. Dass die Förster immer nur einen gewissen Abschnitt eines solchen Baumlebens begleiten können, ist ihnen bewusst. Dass dieser Abschnitt aber ein halbes Jahrhundert dauert und noch dazu im selben Wald, ist auch für Forstleute eine Ausnahme. Jakob Herrmanns Vater war nicht nur Bäcker, sondern auch Landwirt in Oberlangheim. Daher und von den nahen Laubwaldgebieten Spendweg und Buchrangen als Schauplätzen seiner Kindheit kam seine Liebe zur Natur. Mit knapp 15 Jahren begann Jakob Herrmann seine Forstwirtlehre im Forstamt Lichtenfels und blieb bis heute seinem Forstrevier Klosterlangheim treu.

„Ein Glücksfall für den Staatswald“, nannte Forstbetriebsleiter Peter Hagemann diesen persönlichen und beruflichen Lebenslauf bei seiner Würdigung. „Jakob Herrmann hat Bäume gepflanzt, sie geschützt und gepflegt, sie durchforstet und verjüngt und als nachwachsenden Rohstoff genutzt. Forstliche Nachhaltigkeit in reinster Form.“ Und er habe nicht nur persönlich vom Wald und den Bäumen gelernt, er habe dieses Wissen auch immer sehr erfolgreich weiter gegeben. „Er hat selbst viele Forstlehrlinge ausgebildet und war mit seinem praktischen Wissen ein willkommener Lehrmeister für junge Forstleute aller Laufbahnen. Einige haben es bis zum Amtsleiter oder Forstpräsidenten gebracht.“

Personalratsvorsitzender Baptist Fischer schloss sich den ehrenden Worten des Forstbetriebsleiters an und erinnerte an die besonderen Kenntnisse seines Kollegen als Laubholzspezialist – von der Buchenkultur bis zur Fällung einer 200jährigen Eiche. „Auch wenn es bei der Holzernte einmal gefährlicher wurde – beim Jockel ist dank seiner Umsicht und Erfahrung nie etwas passiert. 50 Jahre Waldarbeit ohne Arbeitsunfall muss man erst einmal schaffen.“ Dass ihm dieses Glück mit Gottes Segen auch im Ruhestand erhalten bleibt, wünschten ihm alle Beschäftigten des Forstbetriebes Rothenkirchen.