Der 14.000-Euro-Baum aus Wasserburg

Mit fast 14.000 Euro, die ein besonders gut gewachsener Bergahorn bei der Wertholzsubmission in Waging erzielte, dürfte einer der teuersten Bäume des ganzen Jahres den Besitzer gewechselt haben.

Dr. Heinz Utschig (links), stellvertretender Leiter Forstbetrieb Wasserburg und Revierleiter Lothar Klöffer, Forstrevier Isen mit dem Bergahornstamm

Dr. Heinz Utschig (links), stellvertretender Leiter Forstbetrieb Wasserburg und Revierleiter Lothar Klöffer, Forstrevier Isen mit dem Bergahornstamm

Der Bergahorn ist ein begehrter Baum. Für Furniere, edle Möbel und auch im Instrumentenbau ist das helle Hartholz ein gefragter Rohstoff. Kein Wunder, dass schöne Stämme dieser Art gute Preise erzielen.

Insgesamt 400 Festmeter Holz bester Qualität (ein Festmeter entspricht einem Kubikmeter reiner Holzmasse) standen beim Meistgebotsverfahren zum Verkauf. Die edlen Nadel- und Laubhölzer lockten eine ganze Reihe von Käufern. Mit insgesamt zwanzig verschiedenen Baumarten von der Vogelbeere über die Douglasie bis hin zur Wildkirsche war ein breites Spektrum der in Bayern vorkommenden Bäume vertreten. Von einem Preisverfall auf dem Holzmarkt war wahrlich nichts zu spüren. Im Gegenteil: Die rund 7000 Euro pro Festmeter sind ein Spitzenwert für die Baumart Bergahorn und stellen die Obergrenze dessen dar, was für Holz bezahlt wird. Dr. Heinz Utschig vom Forstbetrieb Wasserburg der Bayerischen Staatsforsten freute sich über das Ergebnis der Submission: „Die Preise waren in allen Segmenten gut, das Ergebnis für den Bergahorn ist sensationell“. Der wertvolle untere Stammabschnitt hatte auf einer Länge von fünf Metern einen Mittendurchmesser von 63 cm und ein Stammvolumen von 1,56 Festmetern. Der Preis allein dafür liegt bei fast 11.000 Euro. Viel Geld für einen Baum, allerdings ist die Qualität des Holzes entsprechend hoch. „Die Riegelung, eine Abweichung im Holzfaserverlauf, machte diesen Stamm besonders wertvoll. Bäume solcher Qualität sind selten. Sowohl der Käufer wie auch der Verkäufer können mit dem Geschäft zufrieden sein“, kommentierte Dr. Utschig den Preis für den Bergahorn.

Bereits zum zehnten Mal beteiligten sich die Forstbetriebe Wasserburg, Schliersee und St. Martin (Saalforste in Österreich) gemeinsam mit den Waldbesitzervereinigungen Traunstein und Laufen/Berchtesgaden an der federführend vom Forstbetrieb Ruhpolding organisierten Südostbayern-Submission. Ein wichtiges Ziel der Submission ist es, für hochwertige Hölzer wertgerechte Preise zu erzielen. Darüber hinaus ist es gerade im Zeichen des Klimawandels enorm wichtig, die Mischbaumarten ins „Werte-Bewusstsein“ der Waldbesitzer zu bringen. Die Ergebnisse zeigen, dass neben dem ökologischen Wert auch ein ökonomischer Erfolg mit Laubholz erzielt werden kann. Diese Beispiel ist ein Ansporn für den Forstbetrieb, konsequent in der Laubholzpflege fortzufahren.



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Thomas Enzner
17.02.2009 - 14:56 Uhr

Der Baum ist vor 200 Jahren dem Äser entwachsen.