Waldtag in Lichtenfels
Programm für Groß und Klein lockt viele tausend Besucher in den Staatswald im Norden Bayerns

Ein abwechslungsreiches Programm lockte viele Tausend Menschen zum Waldtag in Lichtenfels
Forstbetriebsleiter Peter Hagemann vom Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten war begeistert: „Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Zusammen mit unseren Partnern haben wir die ganze Bandbreite der Waldfunktionen an einem einzigen Tag vermittelt “.
Eine Kooperation des Amts für Landwirtschaft und Forsten Coburg, der Bayerischen Staatsforsten mit den Forstbetrieben Coburg und Rothenkirchen, der Waldbesitzervereinigung Lichtenfels-Staffelstein und der Waldbauernvereinigung Coburg hatte ein breitgefächertes Programm auf die Beine gestellt. Auf einem etwa drei Kilometer langen Parcours im Staatswald mit 31 Stationen wurde alles Erdenkliche zum Thema Wald geboten. Vom Nistkasten-Bauen für Kinder über die Schutzfunktion des Waldes bei starken Regenfällen, vom Lebensraum Wald für viele Tiere bis hin zur energetischen Verwertung des Holzes zeigte der Informationstag, dass der Wald mehr ist als die Summe seiner Bäume.
Eine der Hauptattraktionen waren der Harvester und der Forwarder der Waldbesitzervereinigung Lichtenfels-Staffelstein. Schon heute wird fast jeder zweite Baum im Staatswald von einem Harvester gefällt. Der Einsatz von Harvester und Forwarder dienen der Boden schonenden Waldwirtschaft, da der Wald nicht mehr flächig befahren werden muss, sondern nur noch auf eigens dazu angelegten Rückegassen.
Der Organisator des Waldtags, Oliver Kröner vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, freute sich besonders über die überwältigende Resonanz in der Bevölkerung: „Etwa 15.000 bis 20.000 Besucher haben sich über die vielfältigen Funktionen des Waldes informiert“. Dass bereits der erste Coburg-Lichtenfelser Waldtag solche Menschenmassen in den Staatswald bei Neuensee locken würde, war nicht zu erwarten.
Der Wald mit seiner Funktionenvielfalt ist nicht nur ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, sondern erfüllt auch eine Reihe von ökologischen und gesellschaftlichen Funktionen. Und für Kinder im besonderen „ist der Wald das reinste Paradies“, wie eine Mutter erzählte. Als größter Waldbesitzer Bayerns stehen die Bayerischen Staatsforsten hier auch in einer ganz besonderen Pflicht. Peter Hagemann: “Mit dem Konzept der nachhaltigen Forstwirtschaft vereinen die Bayerischen Staatsforsten die ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Funktionen im Staatswald.“
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