Kritik des BUND schießt über das Ziel hinaus
Waldnaturschutz ist ureigenes Anliegen der Bayerischen Staatsforsten.
Die im gestern veröffentlichten Schwarzbuch des BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz in Deutschland) geäußerte Kritik an der Waldbewirtschaftung der Bayerischen Staatsforsten schießt über das Ziel hinaus. Die im Schwarzbuch aufgeführten zwei Einzelfälle sind den Bayerischen Staatsforsten bereits länger bekannt und geklärt. Beide Maßnahmen wurden nach der Kritik des BN von den Forstbehörden im Rahmen der Forstaufsicht untersucht. Es wurde dabei im Spessart zu Recht kritisiert, dass versehentlich Höhlenbäume gefällt wurden. Gleichzeitig wurde konstatiert, dass das Prinzip der Nachhaltigkeit eingehalten wurde. Der Verkehrssicherungshieb im Naabtal war aus heutiger Sicht in seinem Ausmaß schlicht des Guten zuviel. Wie der BUND selbst feststellt, haben die Bayerischen Staatsforsten aus den beiden Fällen Konsequenzen gezogen. So wurde seitdem die Zusammenarbeit mit dem BN und den Naturschutzbehörden intensiviert. Die Bayerischen Staatsforsten haben die Kritik ernst genommen.
Den Bayerischen Staatsforsten ist der Waldnaturschutz ein ureigenes Anliegen. Die ökologischen Konzepte und die Vielzahl der ergriffenen Maßnahmen der Bayerischen Staatsforsten erhalten großes Lob und Anerkennung in der Fachwelt und auch bei den Vertretern des Bund Naturschutz Bayern. Beispielhaft sei hier auf das Totholz- und Biotopbaummanagement und die Vielzahl von Arten- und Biotopschutzmaßnahmen (Kreuzotter-, Seeadler-, Fischadler-, Auerhuhn und Schwarzstorchschutz, Moorrenaturierungen, u.v.m) verwiesen. Zudem investieren die Bayerischen Staatsforsten angesichts des stattfindenden Klimawandels in hohem Maße in den ökologischen Waldumbau. Im Beirat der Bayerischen Staatsforsten findet darüber hinaus ein regelmäßiger Dialog mit den Naturschutzverbänden statt. Die Bayerischen Staatsforsten sehen sich weiter auf einem guten Weg, einen verantwortungsvollen Ausgleich von ökologischen, ökonomischen und sozialen Belangen bei der Bewirtschaftung des Staatswaldes herbeizuführen. Die Bayerischen Staatsforsten verantworten jährlich rund 10.000 Holzerntemaßnahmen. Dies entspricht seit Gründung des Unternehmens in 2005 über 40.000 Maßnahmen.
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Kommentare
walter oswald
04.08.2009 - 06:36 Uhr
Ich bin sehr verärgert, das der BN vorweg Herr Weiger uns in groß in die Kritik und mit solchen Vorwürfen zu beschuldigen. Vorallem die Kalhiebswirtschaft und Lebensraumzerstörung. Herr Weiger soll zuerst vor seiner Haustüre kehren, bevor er andere kritisiert. Er selbst betreibt Kahlhiebswirtschaft in seinem eigenem Wald, und auch der Nationalpark ist nicht unbedingt ein Musterstück. Wenn man tausende Hektar große Waldflächen in den Hochlagen des Bayrischen Waldes kahl fressen lässt, ist das nicht Lebensraumzerstörung. Den bis dort wieder Wald nachwächst, kann es Jahrzehnte dauern!