Arbeitssicherheit geht im Waldunternehmen klar vor

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Arbeitsstaatssekretär Markus Sackmann (2.v.l.) überreicht die Urkunde an BaySF-Vorstand Karl Tschacha (m). Im Bild links der Regierungsvizepräsident der Oberpfalz, Johann Peisl, sowie der stellvertretende Leiter des Forstbetriebs Flossenbürg, Hubert Schlamminger (2.v.r.) und der Vorsitzende des Gesamtpersonalrats der BaySF, Hubert Babinger (re).

(Flossenbürg/Regensburg)  Das Arbeitssicherheits-Managementsystem OHRIS (=Occupational Health- and Risk-Managementsystem) wird fester Bestandteil der täglichen Arbeit bei den Bayerischen Staatsforsten (BaySF). Bayerns Arbeitsstaatssekretär Markus Sackmann überreichte das OHRIS-Zertifikat stellvertretend an Karl Tschacha, Vorstand der BaySF. „Wer in systematischen Arbeitsschutz investiert, kann großes Leid für die Betroffenen vermeiden und bewahrt sich gleichzeitig vor hohen, unnötigen Zusatzkosten. Deshalb bitte ich alle Unternehmen, sich dem Vorbild der Bayerischen Staatsforsten anzuschließen und das Arbeitsschutzmanagementsystem OHRIS einzuführen“, so Sackmann. OHRIS soll systematisch Arbeitsunfälle vermeiden, klare Verantwortlichkeiten schaffen und so deutliche Verbesserungen anstoßen. Das System wurde vom Freistaat Bayern zusammen mit der Industrie entwickelt und verlangt die konsequente Einbindung und Umsetzung des Arbeitsschutzes und der Anlagensicherheit im betriebsinternen Managementsystem.

Über 270 Unternehmen in Bayern – vom großen Automobilhersteller bis zum kleinen Handwerksbetrieb – mit insgesamt über 140.000 Mitarbeitern vertrauen bereits auf OHRIS. „Sie haben erkannt: Gesundheit und Wohlbefinden der Beschäftigten tragen unmittelbar zum wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens bei“, erklärte der Staatssekretär. Gerade die Waldarbeit gilt allgemein als gefahrengeneigt und kann tödlich enden. Rund 1.800 BaySF- Forstwirtinnen und Forstwirte und eine Vielzahl an externen Unternehmern arbeiten täglich in den bayerischen Staatswäldern.

Die Bayerischen Staatsforsten investieren weiter in die Sicherheit ihrer Beschäftigten: Im Geschäftsjahr 2009 wurde eine neu entwickelte Waldarbeiterschutzkleidung eingeführt. Sicherheitsbeauftragte werden an den 41 regionalen Forstbetrieben benannt, regelmäßige Schulungen erhöhen die Sensibilität zu dem Thema.

Die Bayerischen Staatsforsten konnten die Zahl der Arbeitsunfälle in den letzten drei Geschäftsjahren um über 43 Prozent reduzieren. Leider ereigneten sich seit Gründung dennoch drei tödliche Unfälle bei der Holzernte.



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