BaySF-Sturmplan greift – Holzabsatz gesichert, Gefahr im Wald noch nicht gebannt

Wie von der Unternehmensführung erwartet, bleibt der Holzmarkt nach Kyrill ruhig. Der Absatz der Sturmhölzer ist gesichert.

Waldarbeiter bei der Sturmaufarbeitung

(05. Februar 2007) – Regensburg  „Bei Abschlüssen mit namhaften bayerischen Sägewerken über mehr als 300.000 Kubikmeter Rohholz konnten wir sogar deutliche Preissteigerungen vereinbaren“, freut sich Dr. Rudolf Freidhager, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten (BaySF). Angesichts der guten Konjunktur und großen Holznachfrage geht die BaySF davon aus, dass der Sturm Kyrill keine nennenswerten dauerhaften Auswirkungen auf den bayerischen Holzmarkt haben wird.
Der Absatz der Sturmhölzer der BaySF ist gesichert. Das Holz fließt rasch in die Sägewerke. Freidhager: „Die gute Nachfrage hilft uns enorm, viel Holz aus dem Wald zu bekommen, bevor es warm wird und der Borkenkäfer fliegt.“
Bei den Aufräumarbeiten setzen die Bayerischen Staatsforsten in Wesentlichen auf die Unterstützung durch Spezialmaschinen. Die Waldarbeit auf den jetzigen Sturmwurfflächen ist extrem gefährlich. Übereinander liegende Baumstämme stehen oft unter Spannung und schnellen beim Abtrennen von der Baumwurzel oft unkontrolliert in die Höhe. „Wir sind froh, dass wir diese gefährliche Arbeit auf den schlimmsten Flächen Maschinen überlassen können“, erklärt Personalvorstand Karl Tschacha.
Die erste Phase der Sturmholzaufarbeitung ist mittlerweile abgeschlossen. Nach den vordringlichen Räumarbeiten entlang von Straßen und Bahntrassen widmen sich nun die Forstbetriebe und Reviere der BaySF den Loipen und Winterwanderwegen. Dennoch bitten die Bayerischen Staatsforsten die Bevölkerung weiterhin, die Sturmflächen nicht zu betreten. Freidhager bitte hier um Verständnis: „Unsere Försterinnen und Förster können nicht überall sein. Es besteht weiterhin Lebensgefahr wegen umfallender Bäume und herabstürzender Äste.“
Es bestätigt sich die in den ersten Tagen nach dem Sturm getroffene Einschätzung, wonach in der Nacht zum 19. Januar 2007 in den Wäldern der Bayerischen Staatsforsten rund zwei Millionen Kubikmeter Holz umgefallen sind.



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