Bayerische Staatsforsten blasen zur Jagd auf Schwarzkittel

Die Unternehmensleitung gibt nach Abschluss der Feldernte den Startschuss zu einer Bejagungsoffensive des Schwarzwildes in den Staatswäldern. Die Bayerischen Staatsforsten setzen dabei auf großräumige Bewegungsjagden zusammen mit den Reviernachbarn sowie die gezielte Einzeljagd vom Hochsitz aus.

Wildschwein beim Fressen

(22. Oktober 2007) – Regensburg  Grund sind die in den letzten Monaten angestiegenen Schäden in der Landwirtschaft. Nach Einschätzung der Bayerischen Staatsforsten ist dies vor allem auf den Anstieg der Schwarzwildpopulation wegen des Überangebots an Eicheln und Bucheckern, dem letzten milden Winter und dem trockenen Frühjahr zurückzuführen. 

„Solange der Mais noch auf den Feldern stand, bejagten wir das Schwarzwild im Kern größerer Waldgebiete so gut wie nicht“, so der für Jagd zuständige Vorstand Reinhardt Neft zur Bejagungsstrategie. An den Waldrändern hingegen werden die Wildschweine auch in dieser Zeit scharf bejagt. Die Schweine verbleiben dadurch in den Waldeinständen und gehen in der Feldflur kaum zu Schaden. Wenn jetzt die Felder abgeerntet seien, müsse die Bejagung auf ganzer Fläche einsetzen, so Neft weiter. Die Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten arbeiten bei der Organisation eng mit den angrenzenden Jagdnachbarn zusammen. An den revierübergreifend geplanten Bewegungsjagden mit Jagdhunden werden eine große Zahl privater Jägerinnen und Jäger beteiligt. „Wir gehen so aktiv gegen Schäden in der Feldflur vor und unterstützen die Landwirte. Gleichzeitig ist eine angepasste Schwarzwildpopulation die beste Vorsorge gegen Wildkrankheiten wie die Schweinepest“, so Neft weiter. 

Im den Monaten Januar und Februar können Interessierte mit Jagderlaubnis kostenlose Jagdmöglichkeiten auf Schwarzwild bei den Bayerischen Staatsforsten wahrnehmen.
Durch die offensive Bejagungsstrategie erwartet das Unternehmen eine deutliche Steigerung der Schwarzwildstrecke. Ein erheblicher Anteil der Sauen soll auf den professionell durchgeführten Bewegungsjagden erlegt werden.

Laden Sie sich hier das ein Wildschweinmotiv kostenfrei herunter (3,5 MB).



<- Zurück zu: Archiv

Kommentare

Kommentar schreiben





CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz  


 

Bayerische Staatsforsten, Teilbereich Jagd
23.03.2009 - 10:10 Uhr

Die Bayerischen Staatsforsten nehmen den gesellschaftspolitischen Auftrag zur Beteiligung revierloser Jäger an der Jagdausübung in den Staatswaldrevieren sehr ernst. An den Bewegungsjagden werden überwiegend private Jäger beteiligt. Das eigene Personal ist hier insbesondere in Vorbereitung, Organisation und Ausrichtung eingebunden. Jährlich werden über 70% des Schalenwildes in der Regiejagd der Bayerischen Staatsforsten von privaten Jägern erlegt.

Josef Feichtmeier
06.03.2009 - 12:23 Uhr

Die Einladungen erfolgen durch den Amtsleiter. In der Regel werden immer die gleichen Personen (Angehörige des Forstes) zur Drückjagd geladen. Weitere Interessierte werden nicht berücksichtigt.