Reviersystem bleibt! - Mehr Spielraum für Investitionen in den Wald
Das Unternehmen BAYERISCHE STAATSFORSTEN (BaySF) stellt zur Restrukturierung der Forstreviere der BaySF klar: „Die Förster und Försterinnen bleiben vor Ort“, betont Vorstandsvorsitzender Dr. Rudolf Freidhager.
13.05.2006 - Regensburg „Wir optimieren die Prozesse und Strukturen und schaffen größere Reviere ohne Qualitätsverluste bei der Waldbewirtschaftung.“ In einer Pressemitteilung der bayerischen Grünen vom 12.05.2006 werden falsche Zahlen genannt: So entfielen bereits zum 01. Juli 2005 zehn Prozent des Arbeitsvolumens, weil hoheitliche Aufgaben im Staatswald von der Forstverwaltung übernommen wurden. Weiter können größere Reviere geschaffen werden, weil verschiedene Arbeitsprozesse vereinfacht sowie Aufgaben auf gut ausgebildete Forstwirtschaftsmeister und Forstwirte verlagert werden. Auch die Nutzung moderner DV-Systeme wie Laptops im Wald und GPS (Global Positioning System) bei der Revierarbeit entlastet künftig die Revierleiterinnen und Revierleiter.
Rund 390 Försterinnen und Förster, ca. 110 Forstwirtschaftsmeister und rund 1750 Forstwirte sollen nach dem Wunsch des Vorstands künftig täglich auf der Fläche präsent sein. 330 Revierleiterinnen und Revierleiter werden dabei unterstützt von 41 Servicestellenleiterinnen und -leitern sowie weiteren zehn bis 15 Spezialisten aus den Bereichen Waldbau und Naturschutz.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Revier erhalten durch die Neuorganisation der Abläufe mehr Verantwortung in der täglichen Arbeit. „Wir setzen unser Personal künftig noch effektiver entsprechend ihrer Ausbildung ein und nutzen so die Potentiale unserer Forstingenieure und Forstwirtschaftsmeister besser“, so der Personalvorstand Karl Tschacha.
Der Vorstand der Bayerische Staatsforsten informierte Ende April die Beschäftigten über seine sozialen und organisatorischen Vorstellungen zur Neugestaltung der Reviere, nachdem mit der Personalvertretung ein Sozialpaket vereinbart worden war. Bei der Restrukturierung der Reviere (Umsetzungsstichtag 01.07.2007) legt die Unternehmensleitung großen Wert auf eine von der Personalvertretung mitgetragene Lösung. Freidhager zum weiteren Vorgehen: „Das letzte Wort hat natürlich der Eigentümervertreter. Der Aufsichtsrat wird im Juli über das Gesamtkonzept mit Aussagen zur Umsetzung in der Fläche entscheiden.“ Eine neue Arbeitsorganisation im Revier soll mehr finanziellen Spielraum für Investitionen in den Wald ermöglichen. Das Unternehmen stellt damit auch in Zukunft die hohe Qualität bei Waldentwicklung und Pflege sicher. Das Ziel, naturnahe und zukunftsfähige Mischwälder zu schaffen und zu erhalten, gilt unverändert. Das Revierprinzip bleibt bestehen, die Förster der BaySF bleiben vor Ort.
Derzeit arbeiten 467 Försterinnen und Förster auf ca. 720.000 Hektar Waldfläche der BaySF.
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