Gentest für Jungbäume – BAYERISCHE STAATSFORSTEN setzt auf Herkunftssicherung im Staatswald
Das Unternehmen BAYERISCHE STAATSFORSTEN (BaySF) tritt dem „Zertifizierungsring für überprüfbare Forstliche Herkunft Süddeutschland e. V.“ (ZÜF) bei.
31.03.2006 - Mertingen Damit unterstreicht die BaySF ihre Absicht, künftig Pflanzgut mit überprüfbarer genetischer Herkunft beim Ankauf zu bevorzugen. Reinhold Sailer, 1. Vorsitzender des ZÜF, überreichte bei einem Besuch seiner Baumschule bei Mertingen-Druisheim (Lkr. Donau-Ries) die Mitgliedsurkunde dem Vorstand der Bayerische Staatsforsten Reinhardt Neft.
„Die Bayerische Staatsforsten bringt mit dieser Entscheidung im Rahmen ihrer naturnahen Forstwirtschaft den Aspekt der genetischen Nachhaltigkeit im Staatswald besonders zum Ausdruck“, betonte Neft. Reinhold Sailer erklärte weiter: „Eine Grundvoraussetzung für die Begründung standortgerechter und stabiler Wälder durch Pflanzung ist die Verwendung von Forstpflanzen mit geeigneter, genetischer Herkunft.“ Durch das ZÜF-Verfahren liegt nun ein genetischer Fingerabdruck vor, der einen sicheren Nachweis für die Herkunft der Bäume liefert.
Jungbäume pflanzt die Bayerische Staatsforsten, wo der Wald sich nicht selbstständig verjüngt oder die Verjüngung mit weiteren Baumarten angereichert werden soll. Die BaySF begründet jedes Jahr rund 2.000 Hektar an Neukulturen im bayerischen Staatswald, hauptsächlich jungen Laub-Mischwald. Von den jährlich acht bis neun Millionen gepflanzten Jungbäumen werden rund fünf Millionen Stück bei privaten Baumschulen angekauft. Die Kosten für den zukunftsweisenden Waldumbau und die Walderneuerung im bayerischen Staatswald belaufen sich auf rund 13 Mio. Euro pro Jahr.
Zur Sicherung der genetischen Herkunft von Baumsaatgut wurde im Jahre 2002 der „Zertifizierungsring für überprüfbare Forstliche Herkunft Süddeutschland e. V.“ (ZüF) gegründet. Über einen genetischen Vergleich garantiert der Verein als derzeit bundesweit einzige Organisation die Saatgut- bzw. Pflanzenidentität in jedem Ernte- und Anzuchtstadium bis hin zur Abgabe an den Forstbetrieb.
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