BAYERISCHE STAATSFORSTEN setzt auf Kontinuität bei der Bewirtschaftung der Staatsjagden - Hohe Standards festgeschrieben
Die Unternehmensleitung erläuterte vor Beginn des neuen Jagdjahres die Zielsetzungen und das derzeitige Bewirtschaftungskonzept in den Staatsjagdrevieren der Bayerische Staatsforsten.
07.03.2006 - Regensburg Hierbei unterstrich der Vorstandsvorsitzende Dr. Rudolf Freidhager in Regensburg, als oberstes Ziel einen artenreichen, gesunden, aber vor allem waldverträglichen Schalenwildbestand zu schaffen und zu erhalten. „Neben dem Wald- und Jagdrecht werden von uns alle Vorschriften des Naturschutzes, der Wildbrethygiene sowie des Tierschutzes genauestens beachtet“, so der Vorstandsvorsitzende weiter. Die Bayerische Staatsforsten stützt sich bei ihrer Jagdbewirtschaftung auf die Beteiligung privater Jäger mittels Jahresjagderlaubnissen, die Verpachtung und die Jagdausübung durch eigenes Personal.
Der für die Jagd zuständige Vorstand Reinhardt Neft dazu: „Alle, die auf den Flächen der Bayerische Staatsforsten jagen, haben die Ziele und Grundsätze einer naturnahen Waldbewirtschaftung mit waldverträglichen Schalenwildbeständen auf der gesamten Jagdfläche zu vollziehen. Dies gilt auch in verpachteten Revieren.“ Die Ressource Jagd wird dabei effizient und an den Prinzipien der Wirtschaftlichkeit ausgerichtet. Waldangepasste Schalenwildbestände liefern kostenlos eine natürliche Verjüngung der Wälder und ersparen dem Unternehmen jährlich über 20 Millionen Euro an Pflanzkosten. Neft kündigte an: „Um die Fortführung der waldverträglichen Jagdstrategie der letzten Jahre im Staatswald auf hohem Niveau zu gewährleisten, wird ein neues aussagekräftiges Kontrollverfahren zur laufenden Überwachung der Verjüngungsentwicklung flächendeckend eingeführt.“ So kann bei Fehlentwicklungen schnell gegengesteuert werden.
Über 8.000 Jäger üben die Jagd nach dem Grundsatz „Wald vor Wild“ auf den Flächen der Bayerische Staatsforsten aus. Neben einer Beteiligung revierloser Jäger mittels Jahresjagderlaubnisscheinen sowie Einladungen zu Gesellschaftsjagden und Sammelansitzen, werden nach genauer Prüfung im Einzelfall auch ganze Jagdreviere verpachtet: Im neuen Jagdjahr sind dies rund 18,7 Prozent der Jagdfläche. Eine pauschale Verpachtungsquote sieht das Jagdkonzept der Bayerische Staatsforsten auch für die Zukunft nicht vor. Die neuen Musterpachtverträge ermöglichen durch eine Kündigungsklausel wegen waldbaulicher Zielkonflikte, klare Regelungen des Wildschadensersatzes, jährliche Revierbegänge und ggf. einen körperlichen Nachweis die jagdliche und waldbauliche Zieleinhaltung.
„In waldbaulich besonders sensiblen Bereichen muss aufgrund erhöhter Anforderungen der direkte jagdliche Zugriff auch kurzfristig gewahrt bleiben“, betonte Neft. Daher werden diese Flächen auch künftig grundsätzlich mit eigenem Personal bejagt. Waldbaulich sensible Bereiche in Hochgebirge und Flachland sind insbesondere Flächen, auf denen in erheblichem Umfang zukunftsfähige und stabile Mischwälder neu geschaffen werden.
Das Unternehmen Bayerische Staatsforsten bewirtschaftet mit rund 830.000 Hektar eine der größten Jagdflächen Mitteleuropas. Pro Jagdjahr werden rund 63.000 Stück Schalenwild erlegt. Die jährlichen Einnahmen aus der Jagd durch Beteiligung externer Jäger und Wildbretverkauf belaufen sich auf rund sechs Millionen Euro.
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