25 Millionen Gewinn – und der Wald wird reicher

Mit einem Umsatzvolumen von 270 Millionen Euro erzielte die Bayerische Staatsforsten (BaySF) in ihrem ersten Geschäftsjahr 25 Millionen Euro Jahresüberschuss nach Steuern.

Vorstände bei der Bilanzpressekonferenz

06.11.2006 - München Mit einem Umsatzvolumen von 270 Millionen Euro erzielte die Bayerische Staatsforsten (BaySF) in ihrem ersten Geschäftsjahr 25 Millionen Euro Jahresüberschuss nach Steuern. Dr. Rudolf Freidhager, Vorstandsvorsitzender der BaySF: „Der Holzmarkt war auf unserer Seite – aber ohne den hohen Einsatz und die Kompetenz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wäre dieser Erfolg im ersten Jahr nicht möglich gewesen.“ Dr. Rudolf Freidhager betont, dass das Unternehmen in allen Bereichen strikt nachhaltig gehandelt hat. „Ökologie und Geld verdienen sind im Wald kein Widerspruch – wir haben uns sowohl in naturaler als auch in wirtschaftlicher Hinsicht verbessert.“
Der Vorstandsvorsitzende kündigt bei der Vorstellung des Geschäftsberichts in München an: „Ich freue mich, dass wir unserem Eigentümer, dem Freistaat Bayern, eine erfreuliche Dividende von 15 Millionen Euro überweisen können.“ Die verbleibenden zehn Millionen Euro des Gewinns werden als Rücklagen für die kommenden Jahre gebildet.
Mit rund 91 Prozent und 247 Millionen Euro machte das Hauptgeschäftsfeld Holzverkauf den größten Anteil der Umsatzerlöse aus. Freidhager sieht in einer deutlich gestiegenen Holznachfrage die Ursache des „hervorragenden Starts“ seines Unternehmens: „Der Holzmarkt bot uns Chancen – und die haben wir auch konsequent genutzt.“ Mit einem Holzeinschlag von 5,4 Millionen Festmeter blieb das Unternehmen bei der planmäßigen Holzernte auch deutlich unter dem Zuwachs.
Laufende Reinvestionen in den Wald sicherten und stärkten im ersten Geschäftsjahr den Staatswald als wirtschaftliche und ökologische Grundlage des Unternehmens. Über zwölf Millionen Euro wendete das Unternehmen für Forstkulturen auf und setzte den in vergangenen Jahrzehnten begonnenen Umbau instabiler Nadelholzbestände in zukunftsfähige Mischwälder konsequent fort. Für rund fünf Millionen Euro realisierte die BaySF Pflegemaßnahmen in jungen Wäldern. Dreizehn Millionen Euro investierte das Unternehmen für das Wegenetz in den bayerischen Staatswäldern – für den Holztransport, aber auch für die Erholung der Bürgerinnen und Bürger Bayerns.

Gemeinsam mit dem Freistaat Bayern gab das Unternehmen im Rahmen der besonderen Gemeinwohlleistungen zudem 12,5 Mio. Euro für Schutzwaldpflege und -sanierung sowie für spezielle Naturschutzaktivitäten aus. Das Gemeinwohl bleibt auch in Zukunft im Fokus des Unternehmens.
Karl Tschacha, Finanz- und Personalvorstand, zeigt sich neben dem positiven Jahresergebnis auch mit der guten Liquidität zufrieden. Die Beschleunigung des Holzprozesses „vom Wald zum Kunden“ und die Verringerung der Lagerbestände an geschlagenem Holz haben zusätzliche Finanzmittel freigesetzt. Der Cashflow betrug somit über 53 Mio. Euro. „Eine Aufnahme von Bankdarlehen war damit während des gesamten Jahres nicht notwendig. Die Finanzierung zukünftiger Investitionen in die Substanzverbesserung der Wälder ist gesichert.“ erklärte Tschacha. „Eine gute Nachricht für die bayerischen Bürger und Steuerzahler“.
Im Personalbereich hat das Unternehmen die erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet, die sich aus den Vorgaben der Forstreform ergeben. „Unser Ziel ist es, die Bayerischen Staatsforsten so aufzustellen, dass auch bei schlechter Konjunktur die Wirtschaftlichkeit und Finanzierung des Unternehmens gegeben ist, auch ohne Zuschüsse aus dem Haushalt des Freistaats Bayern“ betonen die Vorstände.
Insgesamt sank die Anzahl der Beschäftigten im ersten Geschäftsjahr um 74 Personen auf 3009 Beschäftigte. Während im Beamten- und Waldarbeiterbereich ein leichter Rückgang zu verzeichnen ist, sind heute im Angestelltenbereich gegenüber dem 1. Juli 2005 nahezu 10 % mehr Personal beschäftigt.
Der Personalabbau erfolgte in 2006 ausschließlich durch Verrentungen. „Dies wird auch in Zukunft so sein. Der Vorstand ist sich seiner sozialen Verantwortung bewusst. Wir haben deshalb soziale Abreden getroffen, die u.a. betriebsbedingte Kündigungen ausschließen“, so Tschacha.
Erst im Oktober 2006 hat das Unternehmen mit dem Nachhaltigkeitskonzept die umfassende Grundlage der Unternehmensentwicklung der kommenden fünf Jahre auf den Weg gebracht. Eckpunkte der kommenden Geschäftsjahre sind die Straffung der internen Prozesse und die Senkung der Kosten.
„Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir eine weitere Verbesserung der naturalen Daten und des finanziellen Ergebnisses“ erklärten die Vorstände Dr. Rudolf Freidhager und Karl Tschacha einhellig.

Kennzahlen:
Wirtschaftliche Eckdaten
Gesamtumsatz: 270,5 Mio. €
Jahresüberschuss: 25,1 Mio. €
Cashflow: 53,7 Mio. €
Bilanzsumme: 353 Mio. €
Beschäftigte: 3009 Personen

Naturale Eckdaten
Kulturen: rd. 2300 Hektar
Jungbestandspflege: rd. 7600 Hektar
Holzeinschlag: rd. 5,4 Mio. Festmeter

Download:
Präsentation anlässlich der Bilanzpressekonferenz in München

 



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