Orkan Emma verursacht weniger Waldschäden als befürchtet
Der Frühjahrsorkan Emma vom vergangenen Wochenende führte in den Wäldern der Bayerischen Staatsforsten zu vergleichsweise geringen Schäden. Nach ersten Erhebungen sind in den staatlichen Wäldern rund 800.000 Kubikmeter Holz - verstreut über ganz Bayern - angefallen. Der Einschlag von frischen Fichten wird bis zum Sommer gestoppt.
Die „Emma-Mengen“ fließen in den kommenden Wochen im Rahmen bestehender Holzverträge überwiegend in die heimische Sägeindustrie ab. Die gesamte Holzentnahme aus dem bayerischen Staatswald im Geschäftsjahr 2008 bleibt trotz des Holzanfalls unter dem Gesamtzuwachs. „Wir sind mit einem hellblauen Auge davon gekommen. Die Nachhaltigkeit im bayerischen Staatswald bleibt gewahrt!“, so der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Dr. Rudolf Freidhager. Die liegenden Fichten werden zügig aufgearbeitet und aus dem Wald transportiert, um dem Borkenkäfer kein Brutraumangebot zu bieten.
Die Unternehmensleitung hält trotz der aufzuarbeitenden Orkanschäden weiter an der geplanten Frühjahrs-Pflanzoffensive zur Begründung von stabilen Mischwäldern fest.
Im Vergleich zum Orkan Kyrill im Januar letzten Jahres ist heute lediglich ein Drittel der angefallenen Holzmengen zu verzeichnen. Sturmanfälligste Baumart bei Orkanen ist die Fichte mit ihrem flachen Wurzelsystem. Im Rahmen eines langfristigen Waldumbaus werden die instabilen Fichtenwälder im bayerischen Staatswald in widerstandsfähige Mischwälder überführt.
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