Moderne Maschinen für Wald und Mensch

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Forstminister Josef Miller, begrüßt die Beschaffung moderner Forsttechnik für den Staatswald. Bei einer Vorführung bei Amberg betonte der Minister, dass Holzerntemaschinen gerade für die sichere Aufarbeitung von Sturmwürfen und eine schnelle Borkenkäferbekämpfung unentbehrlich seien.

Harvester im Einsatz

(01. August 2007) – Amberg  Die rasche Bewältigung der Schäden nach dem Orkan Kyrill hätte dies wieder bewiesen. Moderne Rückemaschinen nehmen das gefällte Holz im Bestandesinneren auf und transportieren es zur Waldstraße. „Gegenüber der herkömmlichen Holzernte mit Motorsäge und anschließender Schlepperrückung wird zudem durch gezielten Einbau von Kronenreisig und moderne Niederdruckbreitreifen der Boden der Rückegassen besser geschont. Die Maschinen fällen zielgerecht und schonen durch die Holzaufarbeitung an der Rückegasse die verbleibenden jungen und alten Bäume“, so der Aufsichtsratsvorsitzende.
Neben dem Wald, profitiert auch der Mensch von der modernen Technik: Denn die motormanuelle Holzernte ist eine der körperlich schwersten und unfallträchtigsten Arbeiten. Allein im Bayerischen Staatswald erleidet durchschnittlich ein Waldarbeiter pro Jahr einen tödlichen Arbeitsunfall. Durch schützende Kabinen wird das Unfallrisiko gegenüber der motormanuellen Holzernte um mehr als den Faktor 100 gesenkt. Moderne Holzerntetechnologie ermöglicht so gegenüber dem klassischen Waldarbeitereinsatz eine sicherere sowie durch die höhere Leistung schnellere und kostengünstigere Holzernte.
Im Geschäftsjahr 2007 investierten die Bayerische Staatsforsten insgesamt 3,5 Mio. Euro in die Verjüngung des Fuhrparks. Neben Maschinen für Bau und Instandhaltung von Waldwegen wurden insbesondere je drei Holzernte- und Rückemaschinen beschafft. Die neuen Maschinen ersetzen veraltete und werden von im eigenen Betrieb ausgebildeten Maschinenführern bedient. Bis 2011 wenden die Bayerischen Staatsforsten jährlich rund 2,5 Mio. Euro für moderne Forsttechnik auf. Der Anteil maschineller Holzernte soll mittelfristig von derzeit 45 Prozent auf 55 Prozent steigen.

Klicken Sie hier zum Download des Pressebildes. Das Photo kann honorarfrei verwendet werden. Es zeigt die neue Holzerntemaschine der Bayerischen Staatsforsten bei der Kiefernfällung in Raum Schnaittenbach, Lkr. Amberg-Sulzbach.



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