Keine Holzenergie für Bad Steben – Geplantes Biomasse-Heiz(kraft)werk kann nicht realisiert werden
(13. Oktober 2010) – Bad Steben Die Bayerische Staatsbad Bad Steben GmbH, der wichtigste potenzielle Wärmekunde des geplanten Biomasse-Heiz(kraft)werkes (BMHKW) hat entschieden, die Therme vorerst nicht an ein mögliches Fernwärmenetz anzuschließen. Da das geplante Biomasse-Heiz(kraft)werk ohne diesen Wärmekunden nicht wirtschaftlich umgesetzt und betrieben werden kann, müssen die Bayerischen Staatsforsten und die forstlichen Zusammenschlüsse der privaten Waldbesitzer nach fast zweijähriger Projektentwicklung ihre Bemühungen zur Realisierung dieses Projektes beenden.
Die Marktgemeinde Bad Steben hat sich zum Ziel gesetzt, langfristig von fossilen Energieträgern unabhängiger zu werden und die energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe in Bad Steben zu etablieren, um zumindest für Teilbereiche des Ortes eine autarke, nachhaltige und langfristig kostengünstige Energieversorgung mit hoher regionaler Wertschöpfung zu errichten. Daher hat die Marktgemeinde die Bayerischen Staatsforsten im Frühjahr 2009 beauftragt, eine Machbarkeitsstudie für ein Biomasse-Heiz(kraft)werk zu erstellen.
Die Studie hat gezeigt, dass sich Bad Steben aufgrund des hohen Waldanteils in den umgebenden Landkreisen Hof, Kronach, Kulmbach und Wunsiedel sowie einer ganzjährig stetigen Wärmeabnahme durch Staatsbad, Kliniken und Hotels für den Bau eines BMHKW mit Fernwärmenetz gut eignet. Neben den großen Wärmeverbrauchern hätten auch private Haushalte und Gewerbebetriebe mit ökologischer und langfristig preisgünstiger Fernwärme versorgt werden können.
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