Die ersten 1.000 Tage: Eine grüne Zwischenbilanz

Regensburg Die Bayerischen Staatsforsten arbeiten 1.000 Tage nach Gründung mit voller Kraft an der Aufarbeitung der Orkanschäden. Durch Orkan Emma waren Anfang März 800.000 Kubikmeter Holz angefallen. Die angefallenen Fichten müssen schnell aus den Wäldern verbracht werden, um dem Borkenkäfer kein Brutraummaterial zu bieten.

Sommerlicher Laubwald

Die niederschlagsreichen Frühjahrsmonate erschwerten durch die vielerorts aufgeweichten Böden den Transport des Holzes aus dem Wald. Die Bayerischen Staatsforsten konzentrieren den Holztransport vom Fällungsort an die Waldstraße auf sog. Rückegassen, um den Waldboden so gut wie möglich zu schonen. Dennoch auftretende Schäden am Waldboden und an den Waldwegen werden im Frühsommer unverzüglich behoben. Für kurzfristige Beeinträchtigungen bitten die Bayerischen Staatsforsten um Verständnis bei der Bevölkerung.

Während die feuchte Witterung das Forstunternehmen bei der Holzrückung vor Probleme stellte, ist sie ein Segen für die laufende Pflanzsaison: Die Bayerischen Staatsforsten pflanzen heuer über zwölf Millionen Jungbäume zum aktiven Umbau der Wälder. In den ersten beiden Geschäftsjahren investierte die BaySF rund 37 Millionen Euro in den Wald von morgen durch Pflanzung und Pflegemaßnahmen. Hauptaufgabe ist der Umbau der instabilen Nadelholzbestände in zukunftsfähige und klimaresistente Mischwälder. „Wir schaffen Fakten, investieren in den Staatswald und bringen den Waldumbau schneller voran, als viele dachten“, so Dr. Rudolf Freidhager, Vorstandsvorsitzender der BaySF, zum Anstieg der durchschnittlichen Pflanzfläche um 41 Prozent seit Gründung.

Angepasste Schalenwildbestände sind die unabdingbare Voraussetzung, dass diese Investitionen zu stabilen und gemischten Wäldern heranwachsen können. Die Bayerischen Staatsforsten werden mit Hilfe von über 8.000 Jägerinnen und Jägern auch im laufenden Jahr an die Jagdstrecke des letzten Jagdjahres anknüpfen und das Prinzip „Wald vor Wild“ sicherstellen. Im jüngst abgeschlossenen Jagdjahr wurden mit über 52.000 Stück Schalenwild so viel Reh-, Rot-, Schwarz- und Gamswild erlegt wie seit 15 Jahren nicht mehr.

In konkrete Naturschutzaktivitäten, Erholungsprojekte und die Pflege und Sanierung des Schutzwalds in den bayerischen Alpen wurden in den ersten beiden Geschäftsjahren rund 17 Millionen Euro investiert. Den größten Teil finanzierte der Freistaat Bayern mit Fördermitteln aus den sog. besonderen Gemeinwohlleistungen, über zwei Million steuerte die BaySF aus Eigenmitteln bei. Die Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten erstellen derzeit Naturschutzkonzepte, um die vielfältigen Naturschutzprogramme wie Biotopbaumschutz oder Nutzungsverzichte konkret für die Region festzulegen. Alte Wälder werden besonders behutsam bewirtschaftet und Totholz im Wald als Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten belassen.

Die Bayerischen Staatsforsten setzen weiterhin auf hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zur Unterstützung der Zukunftsaufgaben werden in diesen Tagen zehn forstlich ausgebildete Nachwuchskräfte eingearbeitet. Die Forstakademiker übernehmen nach einem Einarbeitungsprogramm Aufgaben in den unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen des Unternehmens.

 



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