Rekord bei der Saatguternte

56 Tonnen Qualitäts-Rohsaatgut gewonnen

Saatgut Bayerische Staatsforsten

Rekordernte: 56 Tonnen Saatgut konnten im Jahr 2009 gewonnen werden

2009 war ein Mastjahr. So bezeichnet man Jahre, in denen Bäume besonders viele Samen produzieren. Je nach Baumart geschieht das in unterschiedlichen Zyklen alle paar Jahre. Und das vergangene Jahr war zur Freude der beiden Klengstützpunkte* der Bayerischen Staatsforsten in Laufen und Bindlach ein besonders erfolgreiches Mastjahr. 72 Tonnen (incl. Saatgut für Freisaatprogramme der Forstbetriebe)  Rohsaatgut konnten die zwei Pflanzgärten ernten. Mit dieser Menge können etwa 10.000 Hektar Wald oder etwa 38.000.000 Pflanzen gepflanzt werden.

„Bereits im Frühjahr konnten wir anhand der reichen Blüte bei einer Reihe von Bäumen erkennen, dass die Erntesaison sehr erfolgreich sein würde“, erzählt der Leiter des Pflanzgartenstützpunktes Laufen, Andreas Ludwig. „Unsere Mitarbeiter und beauftragte Ernteunternehmen haben die Chance genutzt und auch seltene Hochlagenherkünfte von Europäischer Lärche, Rotbuche, Weißtanne und Bergahorn in größerem Umfang geerntet.“

Die so gewonnenen Samen werden im Wesentlichen auf drei Arten weiter verwendet:

1. Belieferung der Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten: Die Förster der Bayerischen Staatsforsten haben insgesamt 50 Tonnen Saatgut geordert und im Wald ausgebracht. Den Löwenanteil stellte die Traubeneiche mit fast 40 Tonnen.

2. Ernte von Hochlagenherkünften der bayerischen Alpen: Dieses Saatgut hilft dabei, die ökologisch wertvollen Schutzwälder in den Alpen zu sanieren und langfristig zu erhalten.  

3. Vermarktung von Saatgut und Erntebeständen: Ziel der Bayerischen Staatsforsten ist die Versorgung der Baumschulen mit herkunftsgesichertem und genetisch überprüfbarem Saatgut, um damit Forstpflanzen entsprechender Qualität und Herkunftssicherheit verfügbar zu machen.

Das Saatgutpotential effektiv und umfassend zu nutzen ist die wichtigste Aufgabe der beiden Klengstützpunkte. Verteilt über Bayern sind in den BaySF-Wäldern rd. 3.500 Bestände mit einer Gesamtfläche von über 50.000 Hektar für die Beerntung zugelassen.

* Samenklenge: Betrieb zur Gewinnung, Lagerung und Versorgung mit Saatgut. Die Bezeichnung „Klenge“ kommt vom Geräusch der aufspringenden Zapfen, wenn sie die Samen freigeben.



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