Grüner Strom aus grünen Wäldern
Seit Dezember produziert Oberfrankens erster Wald-Windpark Strom
Der von der Regensburger OSTWIND-Gruppe in den vergangenen Monaten installierte Wald-Windpark Fasanerie im Landkreis Hof mit fünf Anlagen des Typs Enercon E82 und je 2 MW Leistung ist komplett am Netz. Er liefert elektrische Energie für rund 7.500 Haushalte, spart pro Jahr 17.500 Tonnen klimaschädliches CO2 ein und wird den Gemeinden über seine mehr als 20-jährige Laufzeit über 1 Million Euro an Gewerbesteuereinnahmen bescheren.
Die in den Gemeinden Regnitzlosau und Gattendorf auf Flächen der Bayerischen Staatsforsten errichteten Anlagen gehen zum Jahreswechsel an die REWAG über. Das Regensburger Energieversorgungsunternehmen kann mit den daraus zu erwartenden 22.500.000 kWh/Jahr an Windstrom seine Einspeisemengen aus erneuerbaren Energien nahezu verdoppeln.
Für Gisela Wendling-Lenz und Ulrich Lenz, die Unternehmensleitung der OSTWIND-Gruppe, stellt der Windpark Fasanerie ein besonders gelungenes und für Bayern beispielhaftes Projekt dar. Der Wald-Windpark steht auf dem Grund der in Regensburg angesiedelten Bayerischen Staatsforsten. OSTWIND, ein Regensburger Unternehmen, hat ihn geplant und gebaut. Und die REWAG aus Regensburg wird den Öko-Strom ernten. "Da schließt sich der Kreis, die Wertschöpfung bleibt in der Region und die Energie wird vor Ort erzeugt - ein Zukunftsmodell", so die Bewertung bei OSTWIND.
Gleichzeitig dankte OSTWIND allen an der zügigen Projektplanung und reibungslosen Realisierung beteiligten Partnern. "Eine solche Baustelle im Wald ist auch eine logistische Herausforderung", erläuterte Gisela Wendling-Lenz, "dennoch lief alles nach Plan - nicht zuletzt durch den engagierten Einsatz des Anlagenherstellers Enercon." Gerade einmal ein Hektar Waldfläche sei von dem Bau betroffen. "Die geben wir an anderer Stelle wieder dem Wald zurück", kündigte die Unternehmerin an.
(Text: Ostwind)
Windpark Fasanerie
5 Enercon E 82, 2 MW Leistung/Anlage, Nabenhöhe 138 m, Rotordurchmesser 82 m. Der Windpark Fasanerie erzeugt Strom für 7.500 Haushalte und trägt mit einem Anteil von 17.500 t pro Jahr zur CO2-Einsparung bei.
OSTWIND
OSTWIND ist ein unabhängiges Familienunternehmen, das von Gisela Wendling-Lenz und Ulrich Lenz gleichberechtigt geleitet wird. Die in Regensburg, Straßburg und Prag ansässige Firmengruppe entwickelt, projektiert und errichtet Windparks. Bisher hat OSTWIND 60 Projekte mit insgesamt 412 Anlagen und einer Leistung von 573 MW geplant, gebaut und ans Netz gebracht. Außerdem wurden in Deutschland 10 Solarprojekte installiert.
REWAG
Die REWAG steht seit über 35 Jahren für eine zuverlässige Energie- und Trinkwasserversorgung in und um Regensburg. Sie versorgt ca. 200.000 Menschen mit Strom, Erdgas, Wärme und Trinkwasser. Neben der hohen Versorgungssicherheit stellen kundenorientierte Serviceleistungen für Haushalts-, Industrie- und Gewerbekunden den zentralen Erfolgsfaktor dar. Die REWAG investiert jährlich hohe Millionen-Summen in ihre technischen Anlagen und Standards sowie in die Aus- und Weiterbildung ihrer 400 MitarbeiterInnen.
Bayerische Staatsforsten
Die Bayerischen Staatsforsten bewirtschaften naturnah und nachhaltig den rund 720.000 Hektar großen bayerischen Staatswald und sind damit eines der größten Forstunternehmen Europas. Neben ihrem Kerngeschäft Holz engagieren sich die Bayerischen Staatsforsten auch im Bereich erneuerbare Energien.
Bericht des Bayerischen Rundfunks-bitte hier klicken!
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Kommentare
micha walndura
22.11.2011 - 12:11 Uhr
weiter so
Karlheinz Dr. Dr. Marquardt
26.01.2011 - 15:17 Uhr
Vom ersten Spatenstich an habe ich das Projekt Windpark Fasanerie vor Ort beobachtet. Der Eingriff in den Wald ist überraschend gering; - und kann noch weiter reduziert werden. Die ästhetische Wirkung (z. B. auf Wanderer) ist aus der Nähe deutlich geringer als erwartet. Die Akzeptanz in der Bevölkerung scheint hoch zu sein. Die sehr restriktiven Anforderungen z. B. der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald sind bei diesem Projekt erfüllbar. Der Windpark Fasanerie ist deshalb meines Erachtens ein Beispiel dafür, dass Windparks im Wald akzeptabler sind als in der offenen Feldflur.
Dr. Dr. K. Marquardt, Landschaftsarchitekt, Bad Steben