Bodenmais setzt auf Holz-Energie

Biomasseheizkraftwerk Bodenmais

Bodenmais. Den im Zug des Wirtschaftsaufschwungs derzeit wieder ansteigenden Öl- und Gaspreisen können zahlreiche Bodenmaiser ziemlich entspannt entgegenblicken: Mit dem Bau des Biomasseheizwerks und der Verlegung von 5 km Nahwärmenetz ist für sie die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern greifbar nahe.

Verbunden mit einem kleinen Festakt auf der Baustelle legte der Aufsichtsratsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Staatsminister Helmut Brunner, den Grundstein für das 5,0 Mio. € teure Projekt und unterstrich damit auch die Entschlossenheit der Bayerischen Staatsregierung, die Nutzung der regenerativen Energien im Freistaat weiter voranzubringen. „Es liegt auf der Hand,“ so Brunner, „dass wir im waldreichsten Landkreis Deutschlands auf unseren nachhaltig produzierten Rohstoff Holz setzen.“ Aus diesem Grund habe die Waldenergie Bodenmais GmbH, eine Tochtergesellschaft der Bayerische Staatsforsten AöR, auch von Anfang an mit der Unterstützung des gesamten Aufsichtsrats bei der Umsetzung des Heizwerkprojektes rechnen können.

Michael Adam, 1. Bürgermeister der Gemeinde Bodenmais, freut sich über den raschen Baufortschritt. „Seit die Staatsforsten das Projekt in die Hand genommen haben, geht was vorwärts“, so Adam. Mit dem Heizwerk wird in Bodenmais ein wichtiger Beitrag zur Luftreinhaltung und damit zur Zukunftsfähigkeit des Erholungsortes geleistet.

Die Geschäftsführer der Waldenergie Bodenmais GmbH, Christian Graw und Jürgen Völkl, bedanken sich bei den Bodenmaiser Bürgerinnen und Bürger für das Verständnis, das sie für die Unannehmlichkeiten und Behinderungen während der Bauphase aufgebracht haben und noch aufbringen werden müssen. 

Besonders erfreulich ist für die Beteiligten, dass für diese Großinvestition in die Zukunft der Marktgemeinde Bodenmais einheimische Firmen wichtige Aufträge erhalten konnten. Für das Heizwerk neben dem gemeindlichen Recyclinghof haben die Firmen Lausser aus Pilgramsberg und Freimuth-Bau aus Bodenmais die Arbeiten aufgenommen. Die Firma YIT aus Deggendorf ist für die Verlegung des Nahwärmenetzes verantwortlich und will – geeignetes Wetter vorausgesetzt – bis Mitte Dezember weitgehend fertig sein.

Der Abschluss der gesamten Baumaßnahme ist für Mitte 2011 geplant. Ab dem Winter 2011/12 können sich Feriengäste wie Einheimische freuen über die umweltfreundliche Wärme aus dem heimischen Wald. 

Technische Daten BMHW Bodenmais:

Heizhaus:

  • Biomassekessel:           3,5 MW thermische Nennleistung
  • Spitzenlastkessel:         5,0 MW thermische Nennleistung
  • Auslegung Heizhaus:     Pumpen und Technik für Endausbau mit rd. 8 MW Anschlussleistung
  • Biomasseeinsatz:          ca. 15.500 Schüttraummeter = 2.600 tatro  (Startmenge im Jahr 2011)

                                                     ca. 20.500 Schüttraummeter = 3.400 tatro  (Bedarf im Endausbau)

Fernwärmenetz:

  • Leitungslänge:                     ca. 5.200 Trassenmeter
  • Leitungsgrößen:                   DN 250 – DN 32; Auslegung für späteren Ausbau berücksichtigt. 


Waldenergie Bodenmais GmbH, Tillystraße 2, 93053 Regensburg
Alleiniger Gesellschafter Bayerische Staatsforsten AöR, HRB 12042
Geschäftsführer Christian Graw und Jürgen Völkl

Kontakt: Tel. 09924 90403-24, Mobil. 0175 7232217, mailto:juergen.voelkl(at)baysf.de



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Ulrich Wabra
15.12.2010 - 14:47 Uhr

Herzlichen Glückwunsch an die Bodenmaiser, dass dieses gute Nachhaltigkeitsprojekt bei sich verorten konnten und auch einen Glückwunsch, dass sie mit den BaySf einen zukunftsfähigen und zuverlässigen Partner haben.
Beides steht der (manchmal recht lauten) Fremdenverkehrsperle, die in den letzten Jahren nicht gerade durch sanften Tourismus glänzte, sehr gut an.