Waldnaturschutz: Bayerische Staatsforsten engagieren sich für Biodiversität

Schwarzstorch

In verschiedenen Staatswaldgebieten hat der Schwarzstorch wieder eine Heimat gefunden

(3. Juli 2009) – Bischofsgrün  Die Bayerischen Staatsforsten verfolgen klare Naturschutzzielsetzungen im bayerischen Staatswald. Vorstand Reinhardt Neft stellte die damit verbundenen Umsetzungsmaßnahmen für das Fichtelgebirge im Rahmen einer gemeinsamen Naturschutztagung mit Verbänden und Behörden vor. Neft und der örtliche Forstbetriebsleiter Winfried Pfahler erläuterten darüber hinaus vor rund 180 Fachleuten die konkreten Vorhaben des regionalen Naturschutzkonzepts für den Staatswald der Forstbetriebe Selb und Fichtelberg der Bayerischen Staatsforsten. Dabei beschränken sich die Förster nicht nur auf das Pflegen der Wälder im Rahmen der naturnahen Forstwirtschaft, sondern investieren ebenso in Offenlandflächen und Sonderstandorte wie Moore oder Feuchtwiesen.

Auf der Grundlage detaillierter Quellkartierungen im Staatswald durch den Landesbund für Vogelschutz (LbV) und in enger Abstimmung mit der Naturschutz-, Forst- und Wasser-wirtschaftsverwaltung entstand ein Maßnahmenkatalog für naturschutzfachliche Vorrang-flächen. Die BaySF renaturierten Bäche und Quellbereiche durch Entfernung naturferner Fichtenbestockungen, in vielen Mooren wurden die Entwässerungsgräben verschlossen und damit das natürliche Moorwachstum wieder in Gang gesetzt. Die Naturschutzflächen sind oftmals letzte Rückzugsgebiete geschützter und bedrohter Arten. So bieten sie heute wieder Lebensraum für die Kreuzotter, verschiedene Libellen oder seltene Baumarten wie der Moorbirke oder Spirke.

Reinhardt Neft tritt Bedenken entgegen, wonach im bayerischen Staatswald nur ökonomische Ziele eine Rolle spielten: „Die Erfahrung zeigt: Wirtschaftlich gute Zeiten waren auch immer gute Zeiten für den Wald. Gerade seit Gründung der Bayerischen Staatsforsten konnten wir den Wald durch unzählige Aktivitäten ökologisch nach vorne bringen. Wirtschaftlicher Erfolg schafft dabei die Basis für ökologische Investitionen“. Nachhaltigkeit bedeutet bei den Bayerischen Staatsforsten einen Gleichklang von ökologischen, ökonomischen und sozialen Belangen. Die Försterinnen und Förster leisten dabei ihren Beitrag zur Bayerischen Biodiversitätsstrategie.

Im Rahmen der gemeinsamen Fachtagung „Von nassen Brüdern und feuchten Gesellen“ betonten alle Partner die konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle der einzigartigen Biotope.



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