Rekorddouglasie aus dem Spessart
Der höchste Maibaum der Welt steht nun in Eicherloh.

57,5 Meter misst der höchste Maibaum der Welt. Er kommt aus dem Staatswald im Spessart und steht nun in Eicherloh.
Der kleine Ort Eicherloh im Kreis Erding ist um eine große Attraktion reicher. Dort steht seit 1. Mai der höchste Maibaum der Welt. Gestiftet von den Bayersichen Staatsforsten weist der Gigant stattliche 57,5 Meter auf; der Brustumfang wurde mit 4,35 Meter gemessen.
Ein 62-Tonnen-Autokran und ein Sattelzug rückten Mitte März an, um den Baum in die Horizontale zu bringen. Wenn ein einzelner Baum dieser Größe mitten im Wald gefällt wird und anschließend noch seine volle Länge aufweisen soll, ist das eine Aufgabe für Spezialisten. Noch im Stehen haben die Mitarbeiter eines Forstunternehmers die Krone entfernt und den Baum entastet. Ein 200-Tonnen-Kran sichert den über 18 Tonnen schweren Baum gegen Umfallen, denn die Wucht des Aufpralls würde den Baum brechen lassen. Nach über vier Stunden ist die Arbeit getan, der Baum ist sicher abgelegt und wartet auf seinen 350 Kilometer langen Transport über Bundesstraßen und Autobahnen. Auch das ist keine leichte Aufgabe: Selten zuvor hat das Wort „Überlänge“ einen Transport so gut beschrieben.
Für Eicherloh ist es übrigens bereits das zweite Mal, dass sie mit einem Maibaum ins Guiness-Buch der Rekorde wollen. Das erste Mal war 2005, ebenfalls mit einer Douglasie aus dem Spessart. Diesem Baum waren aber nur zwei Jahre vergönnt, bevor er von einem Blitz getroffen wurde.
Den jetzigen Baum zu überbieten wird schwierig, wie Forstbetriebsleiter Walter Mergner lächelnd erzählt: „Wir haben hier im Spessart den höchsten Baum Bayerns, eine Douglasie mit 62 Metern. Aber den geben wir nicht her …“.
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